Breydin . Auf Dörfertour begaben sich Mitarbeiter der Amtsverwaltung Biesenthal-Barnim. Vor Ort soll mit den Bürgermeistern und den Gemeindevertretern über anstehende Aufgaben in den Gemeinden beraten werden. Am Donnerstag wurde in der Gemeinde Sydower Fließ mit den Ortsteilen Tempelfelde und Grüntal Station gemacht.
Begutachten eine provisorische Grabenbr³cke in Gr³ntal: (v.l.) Vize-B³rgermeister Klaus-Peter Blanck, Brigitte K³hne und Bernd Rõling (beide Gemeindevertreter), Amtsdirektor Hans-Ulrich K³hne und Werner Boschitsch. Fotos (2): MOZ/Scheibe
Tempelfelde ist ein ländliches Dorf mit großen Bauerngehöften, vor denen regelmäßig der Rasen gemäht wird. Den i-Punkt bildet der Dorfanger, traditionell den Belangen der dörflichen Gemeinschaft vorbehalten. Dort war die erste Tempelfelder Station bei der Dörfertour der Amtsverwaltung Biesenthal-Barnim. Nachdem bereits Gemeindezentrum, Feuerwehr, Kirche mit Friedhof sowie der Jugendtreff auf dem zentralen Dorfplatz ihr Domizil haben, soll jetzt auch noch ein Spielplatz dazu kommen.
"Wir meinen, dass zwischen dem Gemeindezentrum und der Einbahnstraße am Dorfanger ein idealer Standort für den Spielplatz der Gemeinde wäre", erläuterten Gemeindevertreterin Brigitte Kühne und Vize-Bürgermeister Klaus-Peter Blanck. Es gibt zwar den Einwand der Amtsjugendkoordinatorin, dass der Volleyballplatz dort viel von den Jugendlichen genutzt werde, sagte Blanck. Ein Blick auf die mit Gras bewachsene Spielfläche zeige jedoch, dass dem nicht so ist. Ergänzend wies Brigitte Kühne darauf hin, dass der Sportplatz nicht weit sei und auch dort Volleyball gespielt werden könnte. Finanziert werden soll der Spielplatz aus dem Vermögen der DDR-Parteien. Bis zu 20 000 Euro stehen für die Gemeinde zur Verfügung, so der Hinweis der Amtsverwaltung. Entsprechend wolle man sich auch auf drei bis vier Spielgeräte und eine Sitzecke für die Eltern bescheiden, war sich die Runde einig. Positiv sei die schon bestehend Hecke, zusätzlich soll die etwa 350 Quadratmeter große Flächen noch eingezäunt werden.
Weiter ging es zur Friedenseiche auf dem Dorfanger. "Dort soll ein Findling aufgestellt werden", teilte Klaus-Peter Blanck mit. Erläuternd wies Amtsdirektor Hans-Ulrich Kühne darauf hin, dass in den Kriegswirren die Tafeln, die in vielen Kirchen an die Gefallenen erinnern, in Tempelfelde verschwunden sind. "In den kleinsten Dörfern gibt es ein Kriegerdenkmal, nur Tempelfelde hat keins", ergänzte Brigitte Kühne. Ihres Wissens liege das daran, dass sich die Bauern früher nicht über den Standort einigen konnten.
Weitere Stationen in Tempelfelde waren die Kita und die Margeritenstraße. In der Kita war eine verstopfte Dachentwässerung das Problem, das aber vermutlich schon bald durch den Amtshof beseitigt sein wird. An der Margaritenstraße informierte Werner Boschitsch von der Bauabteilung der Amtsverwaltung Biesenthal-Barnim, dass der Investor angekündigt habe, die Straße zu reparieren und damit in den Zustand zu bringen, in dem sie von der Gemeinde übernommen werden kann. Dann, so stellte er in Aussicht, könne auch der ZWA die Wasser- und Abwasseranlagen übernehmen, womit die Eigenheimbesitzer dann die von ihnen lange ersehnten Abrechnungen des eigenen Wasserverbrauchs erhalten können. Derzeit, so erklärte Werner Boschitsch, gebe es für alle Anlieger der Margaritenstraße einen gemeinsamen Zähler.
Im Ortsteil Grüntal ging es ebenfalls um Straßen. Der Vizebürgermeister führte die Besucher aus dem Amt zur Ecke, wo der Bernauer Weg in die Landesstraße in Richtung Tempelfelde mündet. Was dort fehlte, bracht der Amtsdirektor auf die kurze Formel: Spiegel, Trompete, Ortsschild. Was bedeuten soll, dass man wegen einer Kurve beim Auffahren auf die Landesstraße eigentlich nicht sieht, was von links kommt, deshalb der Spiegel. Von der Landesstraße fehlt die trompetenförmige Anbindung an den Weg und mit der Versetzung des Ortsschildes soll das Tempo früher heruntergenommen werden. Die anstehende Sanierung eines Durchlasses im Melchower Weg / Ecke Karl-Marx-Straße ließ die Gemeindevertreter um den Asphalt fürchten. An der Dorfstraße/Ecke Parkstraße wurde Halt gemacht, weil gegenüber der Einmündung ganz plötzlich ein Graben mit Betonrohren und Erdaufschüttungen überbrückte wurde. Wie sich herausstellte, eine von der Straßenmeisterei genehmigte Zufahrt zu der Fläche, die schon abgesteckt wurde und laut Flächennutzungsplan als Bauland ausgewiesen ist. Notwendig ist jetzt allerdings, dass an die Amtsverwaltung eine Bauanzeige geht, sagte Kühne.
Eine überraschende Wendung brachte die Besichtigung der alten Kläranlage an der Schule. Für Vize-Bürgermeister und Schulleiter Blanck ist der marode Betondeckel ein Gefahrenpunkt. Die Besichtigung zeigte, dass das mehr als zwei Meter hohe und mit Erde angeschüttete Behältnis voller Wasser ist und damit auch als Löschwasserentnahmestelle genutzt werden kann. An der Schaffung neuer Löschwasserstellen arbeitet man im Amt und so brauche vielleicht ein Brunnen weniger gebaut zu werden. Nun will sich das Amt um die Sicherung und die neue Nutzung kümmern.
Schließlich wurden noch zwei ungenutzte Immobilien in den Blickpunkt gerückt, die derzeit ein Ärgernis für die Gemeinde sind, so Blanck. Das waren alte Ställe am Melchower Weg und der alte Sydower Gutshof. Um hier zu Lösungen zu kommen, soll zunächst der aktuelle Ist-Stand der Liegenschaften ermittelt bzw. geplante Nutzungen erfragt werden.
Blitzerauto bringt? 246 000 Euro ein Seit beinahe einem Jahr ist das neue Blitzerauto der Stadt in Eberswalde im Einsatz. Der unscheinbare Lieferwagen,... mehr
Für die kleinen bis mittleren Mülltonnen, wie sie vor allem in Eigenheimsiedlungen verwendet werden, bleibt es auch im Sommer beim dreiwöchigen Abfuhrturnus.... mehr
Käferchor? besteht seit? 25 Jahren Wenn man von Feierlichkeiten in Kindertagesstätten hört, denkt man wahrscheinlich an Sommer- und Faschingsfeste ... mehr

Neueste Kommentare
23.05.2012 05:10:03 Dieter Luck
Und jetzt noch die Pferdesteuer
23.05.2012 02:30:06 Regine Montpassille
@ Dagmar Rietz
23.05.2012 02:16:04 D.K.
Schade
23.05.2012 01:19:54 bodenständischer Bauer
Oh, wie peinlich
23.05.2012 00:59:34 kämmerer
Dass nennt sich Landeshauptstadt?