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Eine heiter-beschwingte Gala

. Beeskow/Neuzelle Ein lauer Sommerabend, das stimmungsvolle Ambiente des Burghofes und ein überaus glanzvolles Konzert - das war am Sonnabend die Festliche Operngala als Abschluss des Internationalen Musiktheaterfestivals Oper Oder-Spree. Bis zur letzten Minute spannend blieb die Auszeichnung der diesjährigen Preisträger. Die standen dann in Neuzelle, wo die Operngala am Sonntag - wie auch die Opern-Aufführungen zuvor - vor ausverkauftem Hause stattfand, bereits fest.

Schon beim "Festlichen Liederabend" am 25. Juli auf der Burg Beeskow hatten die meisten der 13 Sängerinnen und Sänger ihr stark ins Dramatische gehendes Temperament bewiesen. Fiel beim Liederabend auf, dass oft innerste Gefühle theatralisch ausgebaut wurden, bot das Gala-Konzert vor allem Literatur, die nicht unbedingt allgemein bekannt ist. Umso mehr waren die Sängerinnen und Sänger gefordert, ihr Publikum zu begeistern. Das fing schon damit an, dass sie ohne eigenes Mikrophon dem Orchester bis in die letzte Reihe standhalten mussten.

Unterstützt wurde ihr gesanglicher Vortrag durch ihre persönliche Ausstrahlung. Mit der Ouvertüre zu "Der Kalif von Bagdad" von François Adrien Boiel­dieu nahm das Preußische Kammerorchester unter Leitung von Frank Zacher in einem heiteren, schwingend-leichten Vortrag die Grundstimmung des Abends vorweg.

Burgdirektor Tilman Schladebach, der gemeinsam mit Walter Ederer von der Stiftung Stift Neuzelle Konzeption und Gesamtleitung dieses Musiktheaterfestivals innehatte, erklärte, wie die Wertung, die sich in drei Preisen ausdrückt, zustande kommt: "Der Publikumspreis ist ein demokratischer Preis. Das Publikum entscheidet, die Jury nickt nur ab." Letztere hatte es bei dem von der Sparkasse Oder-Spree vergebenen Interpretationspreis und beim Grand Prix des Landkreises umso schwerer, gab es doch "ein sehr enges und hochqualifizierten Starterfeld", wertete Tilmann Schladebach.

Dass der Grand Prix auf zwei Sängerinnen verteilt wurde, zeigt "die Qual der Wahl". Landrat Manfred Zalenga konnte ihn an Natasa Djikanovic aus Serbien und Romualda Suchocka aus Litauen vergeben. Den Interpretationspreis verlieh Friedrich Hesse von der Sparkasse an Antje Rux aus Deutschland, während Jonas Sakalauskas aus Litauen den Publikumspreis erhielt.

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