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Eon mit besserem Halbjahresergebnis als erwartet

Düsseldorf . Der größte deutsche Energiekonzern Eon kommt besser durch die Wirtschaftskrise als erwartet. Im ersten Halbjahr 2009 blieb der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn (Adjusted EBIT) fast stabil. Er nahm nur leicht um 1 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro ab. Analysten hatten einen stärkeren Rückgang um knapp 4 Prozent erwartet. Auf der einen Seite bekam Eon zwar die Krise durch einen rückläufigen Strom- und Gasverbrauch der Kernmärkte Deutschland, Großbritannien und Skandinavien zu spüren. Auf der anderen Seite sorgte aber die milliardenschwere Auslandsexpansion des Konzerns in mehreren europäischen Ländern für neue Einnahmen.

Eon-Chef Wulf Bernotat wertete die Zahlen als Beleg für den Erfolg seiner internationalen Wachstumsstrategie. Die Aktie legte zum Handelsauftakt um rund 3 Prozent zu. Auf Kurs sieht Bernotat sein Unternehmen auch beim eingeleiteten Sparprogramm. Bis 2011 will der Konzern seine Kosten dauerhaft um 1,5 Milliarden Euro senken. In der vergangenen Woche einigte sich der Vorstand mit Vertretern der Arbeitnehmer auf Eckpunkte. Demnach soll es keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Nach Gewerkschaftsberechnungen werden aber allein in Deutschland etwa 2000 Arbeitsplätze ausgegliedert oder abgebaut.

Der Vorstand hob seine Prognose für den bereinigten Konzerngewinn leicht an. Für das Gesamtjahr 2009 wird jetzt ein Rückgang um 5 bis 10 Prozent erwartet. Bislang sollte der Rückgang auf zehn Prozent begrenzt werden. Als Gründe für die leichte Anpassung wurden ein schwächerer Anstieg der Zinsbelastung und ein etwas geringerer Steueraufwand genannt. Der Eon-Vorstand kündigte außerdem an, dass an der bisherigen Ausschüttungsquote von 50 bis 60 Prozent des bereinigten Konzerngewinns an die Aktionäre festgehalten werde. Die Jahresprognose für den bereinigte operativen Gewinn wurde bestätigt. Er soll 2009 das Vorjahresniveau von 9,9 Milliarden Euro erreichen.

Mit seinen Halbjahreszahlen übertraf Eon in nahezu allen Punkten die Erwartungen des Marktes. Der Nettogewinn kletterte um 45 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro, nachdem im gleichen Zeitraum des Vorjahres Wertberichtigungen das Ergebnis belastet hatten. Der bereinigte Konzerngewinn stieg im ersten Halbjahr 2009 um vier Prozent auf knapp 3,5 Milliarden Euro. Das sind 350 Millionen Euro mehr als Experten erwartet hatten. Der Halbjahresumsatz stieg durch die erstmalige Einbeziehung neuer Geschäfte und höhere Strompreise um 3 Prozent auf 42,5 Milliarden Euro. Während das Stromabsatz leicht stieg, brach der Gasabsatz um ein Fünftel ein. Hinzu kamen Preissenkungen beim Gas.

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