Potsdam . Das Präsidium des Landtags hat dem präzisierten Raumprogramm für den Parlamentsneubau in der Potsdamer Mitte zugestimmt. Die Vergabeunterlagen für das Bauvorhaben sollten entsprechend angepasst werden, sagte Landtagssprecherin Katrin Rautenberg am Mittwoch nach einer Sitzung des Präsidiums auf Anfrage. Zudem solle dem Parlament in der kommenden Woche ein neuer Antrag von Landtagspräsident Gunter Fritsch (SPD) für den Neubau vorgelegt werden.
Der Antrag war am Dienstag bereits in den Fraktionen beraten worden. Im Präsidium wurde er am Mittwoch kontrovers diskutiert. Vor allem die oppositionelle Linke hat Bedenken. Fraktionschefin Kerstin Kaiser kritisiert unter anderem, dass für den Bau bislang keine Kostenobergrenze festgelegt wurde.
Dem Antrag zufolge wird der Landtag auf dem Alten Markt nur von außen an das ehemalige Stadtschloss am gleichen Standort erinnern. Weder der Innenhof noch das Treppenhaus des früheren Knobelsdorff-Gebäudes sollen originalgetreu nachgebildet werden. Entsprechende Forderungen aus der CDU würden damit nicht umgesetzt.
In das Gebäude werden nach derzeitigen Kalkulationen rund 120 Millionen Euro investiert. Darin enthalten ist eine Spende von Software-Milliardär Hasso Plattner, die dieser für eine weitgehende Nachbildung der äußeren Schlossfassade bereitstellt.
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