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In Tempelfelde wird eine runde Million verbaut

Sydower Fließ . Einen inhaltsschweren Nachtragshaushalt haben am Mittwochabend die Gemeindevertreter von Sydower Fließ beschlossen. Es wurde damit der Weg für die Investitionen von mehreren 100 000 Euro in den Straßenbau mitsamt Nebenanlagen im Ortsteil Tempelfelde freigemacht.

Der Knackpunkt in Tempelfelde ist der Zustand der Landesstraße. Bei stärkeren Regen sind die Abschnitte im Bereich des Dorfangers überspült. Nun steht die knapp 900 Einwohner zählende Gemeinde davor, den Komplex von Straßen- und Wegebau, Regenwasserkanalisation und Straßenbeleuchtung anzupacken.

Der eigentliche Haushalt für dieses Jahr sah zunächst nur vor, die östliche Grüntaler Straße anzufassen. Dafür waren 232 000 Euro vorgesehen, informierte die Kämmerin der Amtsverwaltung Biesenthal-Barnim, Michaela Müller-Lautenschläger.

Auf Grund der Zuschüsse des Landes an der Regenentwässerung musste nun der eigentliche dritte Bauabschnitt, die Schönfelder Straße vorgezogen werden. Der damit verbundene Posten von 468 600 Euro für den gesetzlichen Anteil der Gemeinde am Bau der Landesstraße ließ sich nicht in den vorhandenen Haushalt integrieren, so dass ein Nachtragshaushalt notwendig wurde.

Die Kosten der Regenentwässerung tragen zu einen Drittel die Gemeinde und zu zwei Dritteln das Land. Insgesamt steuert der Landesbetrieb in diesem Jahr 422 000 Euro und im nächsten Jahr 225 800 Euro bei.

Der eigentliche zweite Bauabschnitt ist die Grüntaler Straße, und zwar etwa vom Ende des Angers in Höhe des Dorfteiches, bis zum Ortsausgang in Richtung Grüntal. Dieser Bereich wird im nächsten Jahr als dritter Abschnitt gebaut. Dafür ist mit dem Nachtragshaushalt eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 400 700 Euro beschlossen worden, erläuterte die Kämmerin den Gemeindevertretern.

Dass dies alles ohne Kredite abgewickelt werden könne, sei eine enorme Leistung der Gemeinde. Umso mehr als das noch 205 000 Euro für die Dorfteichsanierung in diesem Jahr dazu kommen, die für die Löschwasserversorgung wichtig ist, so Müller-Lautenschläger.

Eigentlich sollte mit dem ersten Bauabschnitt schon begonnen worden sein. Die Bauanlaufberatung fand bereits statt. Doch wie zu hören war, fehle noch die verkehrsrechtliche Anordnung.

Während die Investitionen für den Straßenbau in den Vermögenshaushalt fallen, gibt es auch noch ein paar zusätzliche Posten im Verwaltungshaushalt, die den Nachtragshaushalt erforderlich machten. Dazu gehören 14 000 Euro für die Instandhaltung der Kastanienstraße sowie 21 800 Euro für Computertechnik, Zubehör, Mobiliar und Literatur, was die Grundschule erhält. Letzteres wird zu 90 Prozent von Land gefördert.

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