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Straßensperrungen verschoben

Eisenhüttenstadt . Die Händler in der Lindenallee sind entzückt und der Manager vom City Center zumindest erfreut - die Stadtverwaltung lässt die Straßen wegen des Stadtfestes nämlich später als sonst sperren. Erst ab Mittwoch müssen Verkehrsteilnehmer das Stadtzentrum wieder großräumig umfahren. Noch kurz zuvor sah die Planung bereits ab Montag eine Vollsperrung der Beeskower Straße zwischen Fritz-Heckert- und Karl-Marx-Straße sowie der Magistrale vor.

"Jeder Tag ohne Sperrung hilft den Händlern", zeigt sich Heike Taistra, Vorstandsvorsitzende der Händlervereinigung Pro City in der Lindenallee erfreut. Offiziell war sie noch gar nicht informiert worden, wann und wie welche Straßen Sperrzone sind. Aber als sie hört, dass die gesamte Magistrale diesmal erst ab Mittwochmorgen 6 Uhr dicht sein soll, ist sie positiv überrascht.

"In den Vorjahren wurde ja partiell gesperrt", sagt Heike Taistra. Der vordere Teil zur Straße der Republik hin sei in den Vorjahren erst zwei Tage vor dem Start des Stadtfestes abgeriegelt worden, aber ab der Eichendorffstraße sei schon immer ab Montag nichts mehr gegangen. "Das spürt man sofort. Wenn die Kunden nicht parken können, kommen auch weniger." Deshalb begrüßt die Pro-City-Chefin die Entscheidung der Stadt für die späteren Sperrungen. Ab dem 19. August, 6 Uhr, bis 24. August, 20 Uhr, sind laut Rathaus die gesamte Lindenallee und die Werkstraße bis zur Zufahrt des City Centers gesperrt, ebenso die Beeskower Straße zwischen Fritz-Heckert- und Karl-Marx-Straße. Ab Freitag, 7 Uhr, wird zusätzlich der Abschnitt der Werkstraße zwischen Zufahrt Innova bis zur Einfahrt des City Centers gesperrt.

Genau hier bekommt City-Center-Manager Emanuel Michael Sorgenfalten auf der Stirn. Am liebsten wäre es ihm, wenn eben dieser Teil der Werkstraße weiterhin befahrbar und damit auch die dortige Zufahrt zum Center offen bliebe. Denn diese werde von den meisten Kunden genutzt. "Die eine Zufahrt auf der anderen Seite reicht bei 1400 Parkplätzen nicht aus", findet er. Gerade der Sonnabend sei der verkaufsstärkste Tag - nicht aber zum Stadtfest. In den Vorjahren seien stets weniger Kunden gekommen - während der gesamten Zeit der Straßensperrungen, betont Michael. Das hätten die Kundenzähl-Vorrichtungen an den Eingängen gezeigt. Deshalb ist der Center-Manager auch froh, dass die Beeskower Straße und die Lindenallee bis Mittwochmorgen offenbleiben und damit die Umleitungen über die Nordpassage und die Straße der Republik wegfallen. Zudem ist die wichtigste Zufahrt auf der Werkstraße zumindest bis Donnerstagabend von der Nordpassage aus erreichbar. "Das ist schon mal gut, aber noch nicht optimal", sagt er. Auf Unterlagen, die er zuvor vom Rathaus bekommen hatte, war für die Hauptverkehrsadern noch von einer Vollsperrung ab Montag die Rede. "Aber das wäre viel zu früh gewesen", betont Michael. Das hat er auch der Stadtverwaltung mitgeteilt.

Ob diese Bedenken zu einem Umdenken geführt haben, ist nicht bekannt. Fest steht: "Wir haben uns mit der Veranstaltungsagentur darauf geeinigt, die Dauer der Straßensperrungen zu minimieren", erklärt Martina Harz, Chefin der Ordnungsverwaltung. "Damit werden auch die Übernachtungskosten für die Bühnenbauer und Techniker, die zum Stadtfest anreisen, geringer." Dafür laste nun bei den Vorbereitungen unheimlicher Zeitdruck auf ihnen, sagt sie. Die Werkstraße zwischen Innova und City-Center-Zufahrt gar nicht oder nur halbseitig zu sperren, will das Ordnungsamt nicht zulassen - aus Sicherheitsgründen.

Beeskower Straße

Lindenallee

Straße der Republik

Karl-Marx-Straße

Diehloer Straße

Am Gewerbepark

Waldstraße

Nordpassage

Werkstraße

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