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Genehmigungsverfahren läuft

Mehr Kühe: Die Firma Krabbenborg Gut Berge GmbH & Co. KG will ihre Anlage zum Halten von Rindern in Berge erweitern.
Mehr Kühe: Die Firma Krabbenborg Gut Berge GmbH & Co. KG will ihre Anlage zum Halten von Rindern in Berge erweitern. © Foto:
Patrik Rachner / 17.12.2011, 09:08 Uhr
Berge (MZV) Geplant wird die Erweiterung der Anlage zum Halten von Rindern in Berge schon seit vielen Jahren. Nun ist das Genehmigungsverfahren vom Landesumweltamt als federführende Behörde in Gang gesetzt worden. Ende Januar endete die Einwendungsfrist im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung, die mit der Auslegungsphase gemäß des Bundes-Immissionsschutzgesetzes nun begonnen hat.

Die Firma Krabbenborg Gut Berge GmbH & Co. KG will laut Angaben des mit der Planung beauftragten Ingenieurbüros Wilfried Eckhof aus Ahrensfelde rund vier Millionen Euro investieren, wie Martina Look auf Anfrage bestätigte.

Gebaut werden sollen im Nauener Ortsteil Berge unter anderem eine Biogasanlage, zwei Milchviehställe, ein sogenannter Horizontalsilokomplex sowie ein Melkhaus mit Stallabteil inklusive Büro- und Technikbereichen. Altanlagen sollen zudem abgerissen werden. Aufgrund von neu gewonnenen Kapazitäten soll sich grundsätzlich auch die Anzahl der Plätze für Rinder um 1.043 auf dann 2.068 erhöhen.

Martina Look ist jedenfalls optimistisch, dass am Ende des nun laufenden Prozesses die Rinderanlage auch genehmigt wird, schließlich seien die Planungen bereits im Vorfeld angepasst worden. „Die Behörden sind bereits zum Teil beteiligt gewesen. Ihre Stellungnahmen sind eingearbeitet“, sagte sie. Erfahrungsgemäß hätte es mit Blick auf den Bau von Rinderzuchtanlagen oft keine Einwendungen gegeben, meinte sie. Wenngleich das Ingenieurbüro nicht wisse, ob beispielsweise Verbände „noch munter werden“, in dem sie Einwendungen vorbringen, spielt beispielsweise der Aspekt der Geruchsbelästigung keine Rolle, zumal es mit den Anwohnern „keine Probleme gibt“, wie Look erklärte. „Wir sind insgesamt guter Hoffnung“, sagte die Expertin.

Die Einwendungen gegen das Vorhaben können übrigens noch bis zum 27. Januar beispielsweise schriftlich bei der Stadtverwaltung Nauen eingereicht werden. Ein Erörterungstermin soll dann am 14. März im Nauerner „Volksgarten“ stattfinden, sofern Einwendungen form- und fristgerecht erhoben worden sind. Geht alles glatt, könnte noch im März für das Vorhaben der Firma Krabbenborg grünes Licht erteilt werden.

„Der Baubeginn ist für das Frühjahr anvisiert“, so Look, wobei noch nicht sicher ist, ob die für das vierte Quartal vorgesehene komplette Inbetriebnahme der Anlage zwingend realistisch sei. Das Ingenieurbüro Eckhof ist eigenen Angaben zufolge seit 2006/2007 mit den Planungen beauftragt, die „öfters geändert worden sind“.

In diesem Zusammenhang hat die Stadt Nauen im Verfahren, so Gunther Heinrich, Fachbereichsleiter Bau, lediglich mit Änderungen im Flächennutzungsplan zu tun gehabt. „Wir haben darin bestimmte Dinge korrigiert und geänderte Teilflächen ausgewiesen, und dafür Sorge getragen, dass das Bauvorhaben genehmigungsfähig wird“, sagte er. „Mehr nicht.“

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