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Autoknacker haben im Dezember schon viermal auf Grünheider Pendlerparkplätzen zugeschlagen / Fälle laut Statistik aber rückläufig

Polizei schaut in Fangschleuse genauer hin

Anke Beißer / 18.12.2011, 20:57 Uhr
Fangschleuse (MOZ) Auf einem der Fangschleuser Pendlerparkplätze war der Einbruch in einen Ford am Mittwoch der vierte Fall in diesem Monat. Die Polizei spricht nicht von einem Schwerpunkt, rät aber erneut, nichts im Auto zu lassen, um keinen Anreiz für Diebe zu schaffen.

Es gibt immer wieder Zeiten, da häufen sich Einbrüche in Pkw oder gar Diebstähle derselben. In den Polizeiberichten der jüngsten Zeit tauchten immer wieder die Pendlerparkplätze am Bahnhof Fangschleuse auf. Nach Auskunft der Polizei handelt es sich jedoch nicht um einen Schwerpunkt. Ein Blick in die Polizeistatistik verrät, dass in Fangschleuse 2010 acht Pkw komplett gestohlen wurden, in diesem Jahr bis November nur drei. Nimmt man die Einbrüche hinzu, waren es 2010 19 in Fangschleuse und im laufenden Jahr bis dato 13. Trotzdem ist jeder Fall natürlich ärgerlich und einer zu viel.

Deshalb rät die Polizei immer wieder zu bestimmten Verhaltensweisen. Ganz oben auf der Präventionsliste steht der Appell, keine Wertgegenstände im Wagen zurück zu lassen, die für Diebe einen Anreiz schaffen. Einen besseren Schutz gebe es nicht. Es reichen oft wenige Minuten der Abwesenheit und schon ist ins Auto eingebrochen.

Zudem wirbt die Polizei dafür, nicht in der dunkelsten Ecke zu parken, was bei den Fangschleuser Pendlerparkplätzen jedoch weniger das Problem ist. Schließlich sind beide gut beleuchtet.

Grünheides Ordnungsamtsleiter sagt, dass es aktuell keine Überlegung gebe, den Platz per Video zu überwachen, weil dies zu kostenintensiv sei. Für die Polizei steht das auch nicht auf der Agenda. Dies werde bei Schwerpunkten erwogen. Autodiebe und Einbrecher wechselten häufig das "Revier", zudem müssten die Monitore überwacht und die Polizei zeitnah vor Ort sein können. In Erkner sei das gegeben und deshalb sinnvoll. Zahlen belegen, dass die Straftaten auf dem Park-und-Ride-Platz zurück gegangen sind, sich die Überwachung bewährt hat.

Allerdings hat die Polizei auf die Straftaten in Fangschleuse reagiert. Streifenwagen und Revierpolizisten hätten dort häufiger als sonst vorbei geschaut. Das schrecke Diebe nur für den Augenblick ab. "Die Alternative dazu, neben jedes Auto einen Polizisten zu stellen, ist die, dem Dieb die Erfolgsaussichten zu nehmen", heißt es bei der Polizei. Nichts im Auto zu lassen, keinen Tat-Anreiz zu schaffen, sei das wirksamste Mittel.

So wie in Fangschleuse die Autoknacker 2011 insgesamt seltener zugeschlagen habe, stellt sich das statistische Bild auch in den gesamten Revieren von Erkner und Fürstenwalde dar. Am Berliner Rand wurden 2010 102 Autos entwendet, 2011 bis November 70. Für Fürstenwalde stehen im Vorjahr 94 zu Buche, diesmal bis November 83.

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Einer, wo einen kennt, der beklaut wurde 18.12.2011 - 22:36:14

Genau, liebe Polizei...

...keine Anreize für die Diebe zu schaffen, ist das Erfolgsrezept. Bitte empfehlen Sie den Bürgern dann aber auch, die Fahrzeugmarke zu wechseln. Was wohl die deutschen Autokonzerne dazu sagen würden?

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