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Förster bietet Baumsuche bei Gottesgabe an

Letzte Chance zum selber schlagen

Vater und Sohn auf Baumschau: Förster Hans-Dieter Moczia und sein Sohn Fabian mit einer Blaufichte. In der guten Stube der Familie steht in diesem Jahr allerdings eine Küstentanne. Die schön gewachsene Fichte könnte heute den Besitzer wechseln.
Vater und Sohn auf Baumschau: Förster Hans-Dieter Moczia und sein Sohn Fabian mit einer Blaufichte. In der guten Stube der Familie steht in diesem Jahr allerdings eine Küstentanne. Die schön gewachsene Fichte könnte heute den Besitzer wechseln. © Foto: moz
Marco Marschall / 21.12.2011, 19:40 Uhr
Gottesgabe (MOZ) Er kennt den Unterschied zwischen Tanne und Fichte. Hans-Dieter Moczia rupft ein paar Nadeln aus dem Zweig und zerreibt sie zwischen den Fingern. „Dabei entsteht ein Geruch von Apfelsine, der typisch für Tannnadeln ist“, erklärt er. Natürlich gibt es auch rein visuelle Unterschiede.

Hans Dieter Moczia ist Förster der Forstgemeinschaft Altfriedland. Bei Gottesgabe bietet er heute noch einmal die Gelegenheit, Bäume selbst zu schlagen oder einen bereits geschlagenen Baum für zehn Euro pro laufendem Meter mitzunehmen. Im Angebot sind in diesem Jahr Küstentanne, Coloradotanne, Blaufichte, Douglasie, Kiefer und Rotfichte. Die beliebte Nordmanntanne ist nicht dabei. Für einige Käufer könnte das ein Problem sein. Denn in der Regel seien die Gewohnheitstiere. „Einmal Nordmanntanne immer Nordmanntanne“, so der Förster, der in eigenen guten Stube aber auch Mal variiert.

Natürlich sucht er als Fachmann den Baum selbst aus. Und er weiß auch, dass die meisten Leute am liebsten selber schlagen. Deshalb veranstaltet er jedes Jahr immer am Sonnabend vor dem vierten Advent eine kleine Baumschau mit Glühwein und Bratwurst. Dazu kommen ganze Familien mit Kindern, welche die Baumsuche als Erlebnis sehen. „Manchmal wundert man sich schon, mit welch ulkigen Bäumen manche aus dem Forst kommen“, sagt der Experte, obwohl viel schönere geschlagene Bäume bereits für den gleichen Preis zur Abholung bereit lägen. Das Gefühl, den Baum aus über 500 selbst gefunden zu haben, scheint eine große Rolle zu spielen.

Regeln gibt es dabei nur zwei: Es dürfen nicht zwei nebeneinanderstehende Bäume geschlagen, und die Nadelgehölze dürfen nicht vom Rand genommen werden. Und trotzdem fehlen in der Nähe des Zaunes einige. Für Moczia ist der Fall klar: Baumdiebe. Doch der Förster sieht es gelassen. „Die wird es wohl immer geben“, sagt er.

Wer auf legalem Wege zum Baum kommen möchte, sollte sich heute um 15 Uhr an der Bushaltestelle an der B167 in Gottesgabe einfinden. Glühwein wird es nicht geben, dafür aber genug Bäume für alle. Werkzeug und eventuell Verpackungsmaterial sind selbst mitzubringen.

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