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Michael Peter bleibt im Amt

Michael Peter
Michael Peter © Foto: Archiv
Brian Kehnscherper / 04.01.2012, 19:20 Uhr - Aktualisiert 05.01.2012, 10:33
Gühlen-Glienicke (MZV) Michael Peter (Foto) wird Gühlen-Glienicke als Ortsvorsteher erhalten bleiben. Auch seinen Sitz in der Neuruppiner Stadtverordnetenversammlung möchte er behalten.

„Es gibt noch so viele Sachen zu tun“, sagte Peter gestern im Gespräch mit DMO. Von einem Rücktritt war deshalb keine Rede mehr. Noch im November hatte der 30-jährige, der auf der Liste der CDU im Stadtparlament sitzt, öffentlich darüber nachgedacht, sein Mandat im Stadtparlament als auch den Vorsitz des Ortsbeirates niederzulegen.

Zum einen war das Ehrenamt für ihn nur schwer mit Familie und Beruf zu vereinen. Zum anderen war er frustriert, weil sich nicht so viel bewegen ließ wie erhofft. Inzwischen habe sich seine Wohnsituation derart verändert, dass er seine politischen Aufgaben besser wahrnehmen könne. Den größeren Ausschlag scheinen aber die anstehenden Veränderungen in Gühlen-Glienicke gegeben zu haben.

So soll in diesem Jahr ein Dorferneuerungskonzept für den Ortsteil erarbeitete werden. Die dafür vorgesehenen 20000 Euro waren schon im Neuruppiner Haushaltsplan für 2011 eingestellt, wurden dann aber in den Etat 2012 geschoben. In Zusammenarbeit mit den Stadtplanern vom Büro Blau soll aufgelistet werden, was sich in den kommenden Jahren in Gühlen-Glienicke und seinen sechs Orten verändern soll. An Vorschlägen mangelt es Michael Peter nicht.

Da wäre zum Beispiel Gühlen-Glienickes wenig ansehnliche Ortsdurchfahrt. „Die ist noch auf dem Stand von 1985“; sagt Peter. Alte Straßenlampen, marode Bürgersteige und oberirdische Stromleitungen stellen nicht nur optisch ein Ärgernis dar. Auch sähe Peter die Fahrbahn auf der Dorfstraße in Neuglienicke gern erneuert. Eines der dringendsten Projekte sei jedoch eine Regenentwässerung sowie eine Regelung für die Abwasserentsorgung in Binenwalde.

Denn durch die Lage des Ortes am Fuße eines Hanges fließt der Regen auf die Grundstücke. Über mögliche Lösungen wird seit Jahren nachgedacht. Ähnlich verhält es sich beim Abwasser. Bislang wird es in Gruben gesammelt und durch Pumpwagen abtransportiert. Die Stadtwerke Neuruppin (SWN) arbeiten seit langem an Lösungsansätzen.

Wie SWN-Geschäftsführer Joachim Zindler auf Nachfrage mitteilte, werde derzeit an einem Be- und Entwässerungsplan für Binenwalde gearbeitet, der noch bis zum Sommer in der Stadtverordnetenversammlung diskutiert werden soll. Mit einer Umsetzung sei aber vor 2013 nicht zu rechnen. Michael Peter regte an, die Entwässerungsfrage ohnehin erst im Zusammenhang mit etwaigen anderen Arbeiten zur Dorferneuerung in Binenwalde in Angriff zu nehmen.

„Es wäre nicht sinnvoll, eine Straße mehrfach aufzureißen“, so Peter. Der Ortsvorsteher möchte beim Erstellen des Dorferneuerungsplanes eine breite Bürgerbeteiligung haben. Daher möchte er eine Einwohnerfragestunde einberufen, bevor die Zusammenarbeit mit dem Büro Blau beginnt. „Ich halte zwar Binenwalde für das Dringendste, ich weiß aber nicht, welche Wünsche und Probleme die Leute in Neuglienicke oder Steinbrück haben“, so Peter. Fest steht, dass er sich weiterhin für deren Belange zuständig fühlt.

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