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Cross-Meisterin Hanka Kupfernagel will auf die Straße

Königsrolle bestätigt: Hanka Kupfernagel gewinnt im Rad-Cross ihren 34. deutschen Meistertitel.
Königsrolle bestätigt: Hanka Kupfernagel gewinnt im Rad-Cross ihren 34. deutschen Meistertitel. © Foto: Augenklick/Roth
moz / 09.01.2012, 07:40 Uhr
Kleinmachnow (hcm) Wenn Radsportlerin Hanka Kupfernagel bei einem Cross-Wettbewerb in Deutschland antritt, dann geht es nur um Rang 2. Das bewies die 37 Jahre alte Ausnahmefahrerin gestern bei den Landesmeisterschaften in Kleinmachnow. Kurz nach dem Start setzte sich die Straßen-Olympiazweite von Sydney aus dem Feld ab und gewann mit 42 Sekunden Vorsprung auf die ansonsten nur auf der Straße beheimatete Trixi Worrack (Dissen) und Sabrina Schweizer aus Wangen im Allgäu.

"Die deutschen Meisterschaften haben schon noch einen besonderen Stellenwert für mich. Das war hier mein 34. nationaler Titel", rechnet die gebürtige Thüringerin diese Erfolge akribisch mit. Dabei hatte der Topfavoritin fast das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. "Als es am Morgen trocken war, habe ich mich gefreut und die entsprechenden Reifen aufgezogen. Das sollte sich fast rächen, denn während der ersten Rennrunde fing es an zu regnen." Die Titelverteidigerin überlegte kurz, ob sie die Bereifung wechseln sollte, entschied sich aber dagegen.

Das war allerdings nicht das einzige Handicap für die jetzt in Staufen im Schwarzwald wohnende Kupfernagel. "Ich konnte wegen eines Infekts nur bedingt trainieren und war ziemlich unsicher, ob meine Kondition für das Rennen auf so schwerem Boden reichen würde", rätselte sie vor dem Start. Letztlich hatte sie damit keine Probleme und gewann souverän.

Ob sich die fünfmalige Weltmeisterin nun auf die WM am letzten Januar-Sonntag in Holland vorbereitet, steht noch nicht fest. "Das entscheide ich innerhalb der nächsten zwei Wochen. In diesem Jahr steht ja auch ein Groß-Ereignis auf der Straße an, und dafür rechne ich mir doch gewisse Chancen auf eine Teilnahme aus", spielt Kupfernagel auf die Olympischen Spiele in London an. Hier will sie sich für das Straßenrennen und das Zeitfahren empfehlen.

Das Rennen der Männer entschied gestern der 24-jährige Stahnsdorfer Christoph Pfingsten für sich. Er triumphierte etwas überraschend vor dem Lokalmatadoren und Titelverteidiger Philipp Walsleben und Marcel Meisen aus Stollberg.

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