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Glambecker Fachwerkkirche setzt beliebte Reihe mit musikalischen Besonderheiten fort

Virtuose Kostbarkeiten mit Violine und Klavier

Geiger Götz Bernau, Glambeck
Geiger Götz Bernau, Glambeck © Foto: Matthias Wagner
Matthias Wagner / 22.01.2012, 17:08 Uhr
Glambeck (maw) Wie Perlen an einer Kette reihen sich in Glambeck die musikalischen Kostbarkeiten aneinander. Und so setzte auch die Neuauflage der Serie "Große Oper, ganz klein", am Sonnabend, mit Götz Bernau (Violine/Moderation) und Eckehard Scholl (Klavier), ein weiteres Glanzlicht.

Gemeinsam brachten sie Bearbeitungen aus Opern von Giacomo Meyerbeer zu Gehör. Gekonnt virtuos und mit kurzweiligen Erläuterungen erlebten die Gäste ein anderthalb stündiges Programm mit musikalischem Charme und Esprit.

Werke von Meyerbeer seien heutzutage absolute Raritäten, sagt Götz Bernau. Das sei vor allen Dingen den nicht mehr zeitgemäßen Inhalten geschuldet, ergänzt er. Dennoch sei die Musik geblieben und von vielen, teils ebenso vergessenen, aber mitunter auch berühmten Künstlern als Grundlage für eigene Kompositionen verwendet worden.

Zu nennen sind hier insbesondere Jean Baptiste Singelé und Henri Vieuxtemps, hebt Götz Bernau hervor. Im Laufe des Konzertes erklangen dann auch mehrere Stücke der genannten Komponisten, wie zum Beispiel die Fantasie op. 110 über ein Thema aus der Oper "Die Afrikanerin" von Giacomo Meyerbeer. Die meisterhaft vorgetragene Musik begeisterte das diesmal überwiegend aus Sponsoren bestehende Publikum und zog regelmäßig anhaltenden Applaus nach sich.

"Wir haben auch in diesem Jahr wieder unsere Förderer und Freunde zu einer Veranstaltung eingeladen, um ihnen für ihr Engagement zu danken", sagte Heidelinde Benzinger, Vorsitzende des Vereins Denkmale Glambeck. Ansonsten war das Konzert natürlich für alle anderen Gäste ebenfalls offen.

"Ich freue mich lokale Kulturveranstaltungen zu unterstützen", erklärt Sponsor und Musikliebhaber Dr. Rüdiger Fischer aus Joachimsthal, dessen Frau Petra auch im Vereinsvorstand mitwirkt.Insgesamt sind in diesem Jahr 17 Konzerte mit zum Teil hochkarätiger Besetzung in der kleinen Glambecker Kirche geplant. Man verdanke dies vor allem den vielen, über die Jahre entstandenen Verbindungen zu Künstlern und Hochschulen, so Vereinsmitglied und künstlerische Leiterin Heimtraud Eichhorn.

In diesem Zusammenhang dankte sie besonders der Internationalen Weber-Gesellschaft, die seinerzeit den Kontakt zu Götz Bernau herstellte, der selbst auch schon viele Künstler nach Glambeck vermittelt habe, so die engagierte Kunstförderin.

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