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Solarpark geht heute in Betrieb Wertschöpfung für die Region

Symbolischer Akt: Im Solarpark Metzdorf fügen Günter Vallentin, Niederlassungsleiter der Firma juwi in Brandis, Amtsdirektor Karsten Birkholz, Rainer Schinkel und Bliesdorfs Bürgermeisterin Eva-Maria Andresen (v.l.) bei der festlichen Eröffnung das letzte
Symbolischer Akt: Im Solarpark Metzdorf fügen Günter Vallentin, Niederlassungsleiter der Firma juwi in Brandis, Amtsdirektor Karsten Birkholz, Rainer Schinkel und Bliesdorfs Bürgermeisterin Eva-Maria Andresen (v.l.) bei der festlichen Eröffnung das letzte © Foto: MOZ/Nadja Voigt
Nadja Voigt / 15.03.2012, 05:35 Uhr
Metzdorf (MOZ) Mit einem Festakt wurde der Solarpark in Metzdorf gestern eröffnet. Alle Beteiligten lobten bei der Veranstaltung die gute Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Firmen, Behörden, dem Landkreis, dem Amt und nicht zuletzt der Gemeinde. In fünf Monaten Bauzeit wurden die fast 40 000 Module installiert. Heute gehen sie in Betrieb.

Schon viele Investitionen seien in den märkischen Sand gesetzt worden, sagte der Direktor des Amtes Barnim-Oderbruch Karsten Birkholz und war sich der Doppeldeutigkeit seiner Worte sehr bewusst. Doch er sei sich in diesem Fall sicher, dass diese Millionen-Investition eine in die Zukunft sei. "Es stehen große Veränderungen an", sagte er und spielte auf den Kurswechsel der Bundesregierung hin zu erneuerbaren Energien an. Vieles sei in diesem Zusammenhang schon entstanden, sagte Birkholz und zählte die Biogasanlage in Neutrebbin sowie den Windpark von Bliesdorf auf.

Auch Rainer Schinkel, Beigeordneter des Landkreises Märkisch-Oderland, zielte in seinem Redebeitrag auf die Herausforderungen für die Region auf diesem Gebiet ab. "Die erneuerbaren Energien sind neben dem Bundespräsidenten Wulff das beherrschende Thema. Und es wird auch und gerade in der Region kontrovers diskutiert", sagte Schinkel. Denn man könne und dürfe dieses Thema in den Kommunen nicht verschweigen, stellte Rainer Schinkel klar. Dazu gehöre auch die Problematik des Netzausbaus. "Wir stehen erst am Anfang einer Akzeptanz. Aber diese Veranstaltung kann dazu dienen, eine Öffentlichkeit zu schaffen", war sich der Beigeordnete sicher.

Der Landkreis versuche diesen Prozess zu begleiten, eine aktive Gestaltung sei allerdings schwierig. Auch Karsten Birkholz kritisierte das "Planungskorsett" als zu eng. Denn die Planungssicherheit werde immer wieder durch die langen Verwaltungswege in Frage gestellt.

Dennoch gibt es derzeit 236 Windkraftanlagen und 1227 Fotovoltaikanlagen in MOL, wie Rainer Schinkel mitteilte, 870 Hektar Freiflächenanlagen seien in Planung. Die schnelle Umsetzung, wie der Solarpark Metzdorf beispielhaft zeige, sei vor allem der guten Zusammenarbeit der vor Ort tätigen Firmen, den beteiligten Behörden, dem Landkreis und nicht zuletzt dem Amt und der Gemeinde zu verdanken, stellte Schinkel heraus. "Wir waren selten so intensiv in eine Investition eingebunden", sagte Bliesdorfs Bürgermeisterin Eva-Maria Andresen. Die Gemeinde sei von Anfang an mit dem Projekt der Firma juwi aus Brandis vertraut gemacht worden.

40 000 Module wurden auf dem Gelände der ehemaligen Entenmastanlage in knapp einem halben Jahr Bauzeit installiert. Das Genehmigungsverfahren laufe jedoch schon seit 2010, erinnerte der Niederlassungsleiter in Brandis, Günter Vallentin, anlässlich der feierlichen Einweihung. Verbaut wurden auf dem zehn Hektar großen Gebiet japanische Module. Der prognostizierte Ertrag liegt bei rund sechs Millionen kWh pro Jahr, die Investitionssumme bei 11,9 Millionen Euro. Die Nutzungsdauer liege bei mindestens 20 Jahren, versicherte Günter Vallentin und wies auf die deutlichen CO2-Einsparungen für die Gemeinde hin.

Den erzeugten Strom nimmt der Energieversorger E.ON edis ab. Allerdings haben davon die Bürger vor Ort nur indirekt etwas, machte Michael Elsholtz, stellvertretender Pressesprecher des Unternehmens klar. Zu der geplanten 110-kV-Leitung zwischen Neuenhagen und Letschin wollte der Konzern in diesem Zusammenhang erneut keine Stellungnahme abgeben.

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