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Akkordeonkonzert in Glambeck begeistert Publikum

Faszination der Vielseitigkeit

Spielen beherzt auf: das Trio Jasmin Heitmann (li.), Chunmin Huang und Lehrer Eduard Wall.
Spielen beherzt auf: das Trio Jasmin Heitmann (li.), Chunmin Huang und Lehrer Eduard Wall. © Foto: matthias wagner
matthias wagner / 19.03.2012, 21:09 Uhr
Glambeck (MOZ) Einmal mehr durften die Konzertbesucher in der kleinen Glambecker Fachwerkkirche am Sonnabend ein besonderes, musikalisches Bonbon erleben. Unter Leitung von Prof. Gudrun Wall boten Jasmin Heitmann, Chunmin Huang und Andrej Lesunenko auf dem Bajan (Knopfakkordeon) ein Hörerlebnis der Extra-Klasse. Alle drei sind bereits vielfache nationale und internationale Preisträger und studieren an der Hochschule Lausitz Musikpädagogik mit dem Hauptfach Akkordeon.

Auf dem Programm standen sowohl Werke der Altmeister Johann Sebastian Bach und Niccolo Paganini, als auch zeitgenössische Kompositionen von Vladimir Zubitsky, Jürgen Ganzer und anderen. Unter dem Titel "Stars von morgen musizieren" war es bereits die zwölfte Veranstaltung dieser Art in Glambeck. "Wir bieten jungen Talenten immer wieder gern ein Podium, um ihre Kunst zu zeigen, denn wir wissen, dass es am Beginn einer Karriere nicht ganz einfach ist zu bestehen", betonte Josef Günther vom Verein Denkmale Glambeck in einer kurzen Begrüßungsansprache.

Zu Beginn erklang dann der erste Satz aus Bachs Concerto in C-Dur (BWV 595), gespielt vom Trio Jasmin Heitmann, Chunmin Huang und Lehrer Eduard Wall, der stellvertretend für die erkrankte Natalia Lesunenko zum Bajan griff.

Die drei präsentierten das Werk mit der gebotenen Feierlichkeit und Tiefe und eroberten so auf Anhieb die Herzen der Zuhörer. Der meisterhafte Vortrag wurde mit reichlich Applaus bedacht. Als erster Solist kam im Anschluss Andrej Lesunenko zum Zuge.

Etwas ungewöhnlich, aber nicht weniger faszinierend waren die zeitgenössischen Originalkompositionen für Akkordeon. Die teilweise dissonanten Klänge, das temperamentvolle Balgschütteln und die lang gehaltenen Liegetöne hatten viele nicht erwartet. Anhaltender Beifall bestätigte allerdings die getroffene Stückauswahl ohrenfällig.

Zum Abschluss des knapp anderthalb stündigen Konzertes wurde vom Eingangstrio Lasse Pihlajamaas Tango "Unter dem Nordlicht" gegeben. Das rasante Stück mit viel Temperament, schnellen Läufen und stampfenden Rhythmen wurde von den zirka sechzig Gästen stürmisch beklatscht.

Kommentare

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lmoz 19.03.2012 - 23:37:29

60 gäste

toll, was hier für 60 gäste geboten worden ist.

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