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Frühstart in die Spargelsaison

"Frischer Spargel, bitteschön": Andrzej Kowalski bietet seine Ware auf einem Basar in Slubice feil.
"Frischer Spargel, bitteschön": Andrzej Kowalski bietet seine Ware auf einem Basar in Slubice feil. © Foto: Heinz Köhler
Dietrich Schröder / 12.04.2012, 19:18 Uhr
Beelitz/Slubice (MOZ) Eigentlich ist es noch etwas kühl für das edle Stangengemüse. Doch sowohl in der Brandenburger Spargelhochburg Beelitz als auch im benachbarten Polen hat man dieser Tage schon mit dem Stechen der Stangen begonnen. "Bei uns können Sie die beste Qualität derzeit für zehn Euro das Kilo kaufen", berichtete Rainer Nocke vom Spargelhof "Landwirt Syring" im Beelitzer Ortsteil Zauchwitz gestern.

Die Kleinstadt südlich von Potsdam ist das traditionelle Zentrum des Spargelanbaus in der Mark. Insgesamt 16 Produzenten haben sich dort zum Beelitzer Spargelverein zusammengeschlossen. Auf dessen Internetseite (www.beelitzerspargelverein.de) kann man sich über die Möglichkeiten zum Direkteinkauf und die Termine der traditionellen Hof-Feiern informieren. Zur offiziellen Saison-Eröffnung, die am 19. April auf dem Spargelhof Klaistow stattfindet, wird nicht nur Regierungschef Matthias Platzeck, sondern auch die neue Spargelkönigin erwartet.

"Diese trifft man dann in den kommenden zwei Monaten an fast jedem Wochenende bei irgendeinem Fest", erläutert Vereinsgeschäftsführer Manfred Schmidt. Außerdem ist das Spargelmuseum im Beelitzer Ortsteil Schunkendorf bis zum 30. Juni täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet (außerhalb der Saison nur nach Voranmeldung).

Um zu sagen, wie die diesjährige Saison ausfällt, ist es derzeit noch zu früh. "Der Spargel wächst am besten, wenn es warm und nicht zu trocken ist", berichtet Manfred Schmidt. Um bei den Temperaturen etwas nachzuhelfen, werden die Felder mit dunkler Folie abgedeckt, die jeden Sonnenstrahl absorbiert. Und eine zweite Folienschicht sorgt dafür, dass diese Wärme länger gespeichert bleibt.

"Mancherorts wird auch mit Wärmespiralen in der Erde nachgeholfen", verrät Obst- und Gemüsebauer Wolfgang Neumann aus Frankfurt (Oder). Da es in der Oderstadt traditionell etwas kühler ist, will er erst Anfang Mai mit dem Stechen beginnen. Frischen Spargel aus Brandenburg gab es in einigen Supermärkten der Stadt gestern aber schon für 12,90 Euro je Kilo.

Dass man beim Einkauf östlich der Oder ein Schnäppchen machen kann, ist auch längst kein Geheimnis mehr. Auf dem kleinen Basar in Slubice lag der Kilopreis am Donnerstag bei fünf Euro. "Unsere Ware kommt aus Nowy Tomysl in der Nähe von Posen", berichtete Verkäufer Andrzej Kowalski. Dort befände sich die mit 150 Hektar größte zusammenhängende Spargelanbaufläche Polens. Schon seit Jahren werden die Grenzmärkte von dort beliefert.

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