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Kleine Schule – große Probleme

Unterricht, der Spaß macht: Die Schüler können ab der 3.Klasse sogar Französisch erlernen.
Unterricht, der Spaß macht: Die Schüler können ab der 3.Klasse sogar Französisch erlernen. © Foto: Pilz
Thomas Pilz / 18.04.2012, 18:38 Uhr
Bredereiche (MZV) Zwei Schüler in Bredereiche haben vor allem aus sozialen Gründen vom Landkreis jeweils einen Helfer an die Hand bekommen. Außerdem wechselten etliche Kinder in den vergangenen Monaten zur Grundschule an der Mühle.

Das macht der Schule zu schaffen. Zumal die Kinder von der Drei-Seen-Grundschule in Fürstenberg kamen und auf Veranlassung der Eltern wechselten. Die kleine Grundschule an der Mühle stößt nicht nur an Grenzen der Kapazität. Sie könnte inzwischen die „Avantgarde der Inklusion“ werden.

Hinter dem Begriff Inklusion verbirgt sich das Landes-Programm, das die Integration lernschwacher oder verhaltensauffälliger Schüler im normalen Grundschulbetrieb vorsieht, wenn die Förderschulen eines Tages geschlossen werden sollten.

Bredereiches Schulleiterin Patricia Draczow nimmt es mit Humor: „Wir könnten eigentlich schon eine Inklusions-Schule gründen, wenn es das bereits gäbe“. Nach Lachen sei ihr aber wenig zumute. Denn das Lehrer-Personal sei zu gering. „Wir sind aber in gutem Kontakt mit dem Staatlichen Schulamt Perleberg, wo uns die Mitarbeiter bestens unterstützen.“ Das Ergebnis: Voraussichtlich mit Beginn des nächsten Schuljahres könnte in Bredereiche ein neuer Lehrer seine Arbeit aufnehmen.

Petra Obst, Leiterin der Fürstenberger Schulverwaltung, erklärte, die sogenannten Helfer im Einzelfall sollen grundsätzlich eine Beschulung der Kinder ermöglichen. Eigentlich sei das ein ganz normaler Vorgang, denn oft würden bereits während der Einschulungsuntersuchung bei manchen Kindern entsprechende Defizite festgestellt.

„Das Wichtigste ist dabei, das ist keine Bevormundung durch die Lehrer“, betonte die Amtsleiterin. Vielmehr seien es die Eltern, die sich für eine Einzelfallhilfe entscheiden und sie beim Landkreis beantragen.

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