Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Tanzfläche für den Dorfplatz

Auf dem Dorfanger von Klein Schauen: Werner Ring, Fritz Batke, Ralf Steinbrück, Cornelia Schulze-Ludwig und Frank Lehmann (von links) unterhalten sich über die Wünsche der Einwohner in diesem Storkower Ortsteil
Auf dem Dorfanger von Klein Schauen: Werner Ring, Fritz Batke, Ralf Steinbrück, Cornelia Schulze-Ludwig und Frank Lehmann (von links) unterhalten sich über die Wünsche der Einwohner in diesem Storkower Ortsteil © Foto: Elke Lang
Elke Lang / 25.04.2012, 07:07 Uhr
Klein Schauen (MOZ) Die neue Storkower Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig hat sich vorgenommen, bis zum Herbst alle 14 Storkower Ortsteile zu besuchen. Bei einem Ortsrundgang will sie mit den Bürgern ins Gespräch kommen, um zu erfahren, wo ihnen der Schuh drückt, was verändert werden sollte. Nach dem Auftakt in Selchow war am Montag Klein Schauen dran.

Zehn Klein-Schauener trafen sich mit der Bürgermeisterin, die ihren Sachgebietsleiter für Stadtentwicklung, Ralf Steinbrück, mitgebracht hatte, am Friedhof. "Das ist unser Vorzeigeobjekt", merkte der Ortsvorsteher Horst Wichmann stolz an. Einmal in der Woche werde er von den Einwohnern "geputzt". Es gibt dort neben einem Kriegergrab 50 weitere Grabstellen sowie eine Grüne Wiese, "die erste in Storkow", so Horst Wichmann, der ebenso stolz auf den vom Ort sanierten Sportplatz ist, auf dem jede Woche Fußball gespielt werde.

Die drei markanten Örtlichkeiten von Klein Schauen sind das Feuerwehrgerätehaus, der Dorfplatz und das Dorfgemeinschaftshaus. Das Domizil der Freiwilligen Feuerwehr beeindruckt besonders durch seinen schön anzusehenden Schlauchturm, auf dem sich als Krönung sogar ein Storchennest befindet. Frank Lehmann, der Stellvertretende Wehrführer, allerdings machte auf den dringenden Sanierungsbedarf aufmerksam: "Es ist nötig, den Turm außen neu zu beplanken. Das wollen wir in Eigenleistung erledigen. Es geht um das Material, für das ein Angebot bereits seit Anfang des Jahres in der Stadtverwaltung liegt." Außerdem würden die Kameraden gern auf dem Platz vor ihrem Gerätehaus, wo bereits eine Bank steht, eine komplette Sitzgruppe haben.

Beim Dorfplatz angekommen, lobte die Bürgermeisterin: "Es ist alles sehr schön gepflegt. Das ist nicht überall so." Hier finden jährlich mindestens vier Feste der Dorfgemeinschaft statt, als nächstes das große Dorffest am 2. Juni. Was dafür jedoch fehlt, ist auf der unebenen Wiese eine Tanzfläche. Dafür müsste ein etwa acht mal acht Quadratmeter großes Stück gepflastert werden, auf dem dann auch bei Bedarf eine Feuerschale aufgestellt würde. "Wenn möglich, sollte das schon in diesem Jahr geschehen", setzte Ortsvertreter Fritz Batke eine Priorität. Cornelia Schulze-Ludwig zeigte sich einverstanden: "Wenn ihr die Möglichkeit habt, das allein zu machen, macht es. Ich unterstütze es", versprach sie.

Beim Dorfgemeinschaftshaus geht es um die Kapazität. Eine Erweiterung des Veranstaltungsraums durch einen Mauerdurchbruch ist dringend nötig, denn hier trifft sich die von Ingrid Batke und Vera Voß neu gegründete Frauengruppe, finden Trauerfeiern und private Zusammenkünfte statt und würde man auch gern Fastnacht feiern. "Wenn 25 Leute drin sind, wird es sehr eng", schilderte Fritz Batke. "Es sollte das erste sein, was wir machen."

Es kam noch viel anderes zur Sprache. Sohn Andreas Batke zum Beispiel verwies darauf, dass im Ort etwa zehn Bäume in den letzten Jahren durch Sturmschäden oder Krankheit verlorengegangen seien. "Es würde dem Dorf gut tun, wenn wieder ein paar gepflanzt würden", appellierte er.

"Es ist eine lange Liste, die wir mitnehmen", stellte die Bürgermeisterin am Ende fest, und Ralf Steinbrück musste die Erwartungen dämpfen: "Es ist kaum alles sofort zu machen." Aber trotzdem kam der Rundgang bei den Teilnehmern gut an: "Wir sind sehr zufrieden, dass Vertreter der Stadtverwaltung auf unsere Probleme vor Ort eingehen", fasste Fritz Batke zusammen. "Das ist das erste Mal, dass uns zugehört wurde, und die Resonanz bei den Bürgern ist bei nur 186 Einwohnern sehr groß."

Die nächste Ortsbegehung wird Cornelia Schulze-Ludwig am 9. Mai in Kehrigk durchführen

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG