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Bredereiche für moderate Gebühren

Auch Ruhestätten kosten Geld: Die Stadt muss die Gebühren anheben, das schmerzt aber die Bürger.
Auch Ruhestätten kosten Geld: Die Stadt muss die Gebühren anheben, das schmerzt aber die Bürger. © Foto: Henke
Thomas Pilz / 25.04.2012, 17:57 Uhr
Bredereiche (MZV) Noch bis Ende April können die Einwohner der Ortsteile bei den „Dorfältesten“ ihre Meinung zu den Gebühren der neuen Friedhofssatzung kundtun. Ab Anfang Mai sollen die kritischen Stimmen und Vorschläge in die Erarbeitung einer künftigen Satzung einfließen.

Das teilte Bürgermeister Robert Philipp (parteilos) am Dienstagabend in Bredereiche während der Ortsbeiratssitzung mit. Zuvor hatten sich Bürger und Ortsvorsteher Gregor Klos (Allianz für Fürstenberg und Ortsteile) zum Teil kritisch mit dem drohenden Gebührensprung auseinandergesetzt.

Philipp hatte zu Beginn nochmals die Grundzüge der Reform erläutert, wonach die Bewirtschaftung der Friedhöfe auch im Seenland laut Gesetzgeber keine Defizite mit sich bringen dürfe. Freilich dürfe die Kommune mit derartigen Gebühren auch keine Überschüsse erwirtschaften, räumte der Bürgermeister ein. „Wenn Gewinn erzielt wird, können die Gebühren auch wieder gesenkt werden“, sagte er. Alle zwei Jahre sind solche Gebühren neu zu kalkulieren.

Dass die vergleichsweise dramatischen Anhebungen von der Verwaltung für dieses Jahr vorbereitet wurden und nicht schon 2008, habe auch eine positive Seite: „Bis jetzt waren die Bestattungen bei uns noch günstig“, so Philipp.

Klos betonte, es müssten moderatere Übergänge bei der Anhebung der Gebühren gefunden werden. Die Bürger seien vor allem verärgert, weil die geplanten Anhebungen abrupt und viel zu stark seien. Philipp merkte an, „wenn man zu tief rangeht, dann bezuschusst der Stadthaushalt das Friedhofswesen“. Klos kritisierte auch die Kennziffern für anonyme oder halb-anonyme Grabstätten, 600Euro seien nicht nachvollziehbar. Der Bürgermeister erläuterte, es sei aber zu bedenken, dass bei diesen Grabstätten die Kommune die Pflege übernimmt und nicht die Hinterbliebenen. „Das sind Leistungen, die müssen sich auch bei den Gebühren widerspiegeln“, wiederholte er.

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