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Sonnenuhr an Gramzower Grundschule / Gedenkstein für Heimatdichterin Anna Karbe

Gläserner Zeitmesser

Oliver Schwers / 07.05.2012, 07:27 Uhr
Gramzow (MOZ) An der Anna-Karbe-Grundschule Gramzow ist der Glaskünstler Werner Kothe aus Annenwalde seinem Ziel ein Stück näher gekommen, alle Schulen der Uckermark mit Sonnenuhren auszustatten. Das ehrgeizige Projekt soll eine Attraktion zur Landesgartenschau 2013 sein.

Als das Mädchen Anna Karbe am 4. Mai des Jahres 1852 im uckermärkischen Gramzow das Licht der Welt erblickte, ahnte noch niemand, dass man ihr auf den Tag genau 160 Jahre später eine Gedenktafel stellen würde. Die befindet sich seit wenigen Tagen am Geburtshaus in Gramzow, dem früheren Gutshaus. Eine Abbildung der jugendlichen Anna Karbe und die Lebensdaten weisen auf die berühmte Frau hin, die sich später als Heimatdichterin einen Namen und ihr Uckermark-Dorf bekannter machte.

Die Gedenktafel ließ die Gramzower Ortsgruppe des Uckermärkischen Geschichtsvereins anfertigen. "Wir hatten die Idee schon lange im Kopf", sagt Vereinsmitglied Christa Brandt. "Die Tafel soll eine Verbindung herstellen zwischen dem von vielen Touristen besuchten Eisenbahnmuseum und dem Anna-Karbe-Gedenkstein." Denn der Weg führt genau am Geburtshaus vorbei. Heute befindet sich hier der Sitz eines Landwirtschaftsbetriebs.

Doch nicht nur Gemeinde, Amt und Verein würdigten den 160. Geburtstag der Heimatdichterin. Vor allem die Kinder der nach ihr benannten Grundschule riefen Leben und Werk der bekannten Einwohnerin erneut ins Gedächtnis zurück. Mit Projektarbeiten, einem Kulturprogramm und einem selbst gestalteten Gedenktag demonstrierten sie die Verbindung zwischen Vergangenheit, Traditionspflege und schulischer Gegenwart.

Im Mittelpunkt stand dabei die neue Sonnenuhr, die gerade frisch aus der Glashütte Annenwalde nach Gramzow kam. Sie soll im Herbst frei stehend vor der Grundschule einen dauerhaften Platz finden und die Sommerzeit anzeigen. Auf dem gläsernen Ziffernblatt prangt ein Abbild der Gramzower Klosterruine - Wahrzeichen des vermutlich ältesten Ortes der Uckermark.

Die neue Uhr gehört zu einem ehrgeizigen Projekt des Glaskünstlers Werner Kothe und der Glashütte Annenwalde. Ziel ist es, alle Schulen im Landkreis mit einem solchen originellen Zeitmesser auszustatten. In Form und Ausstattung stellt jede Uhr ein Unikat dar. Die Schüler beteiligen sich mit ihren Ideen, fertigen Entwürfe, besuchen die Werkstatt und übernehmen auch die Ausführung, bevor das aus mehreren Platten bestehende Werk schließlich im Ofen bei maximal 850 Grad Celsius im sogenannten Fusingverfahren zu dem verschmilzt, was es am Ende darstellt.

Zur Landesgartenschau Prenzlau können sich Besucher dann auf die Reise quer durch die Uckermark machen und die so grundverschiedenen Sonnenuhren entdecken.

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