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Kreditaufnahme für Brückenbau erfordert Steuererhöhungen

Bliesdorf bittet Bürger zur Kasse

Nadja Voigt / 10.05.2012, 20:30 Uhr
Metzdorf (MOZ) Die Kreditaufnahme für den Brückenbau in Bochows Loos in Höhe von 213 000 Euro fordert seinen Tribut auch von den Bürgern der ganzen Gemeinde. In Anlehnung an die Maßnahmen für ein Haushaltssicherungskonzept - zum Beispiel in der Gemeinde Prötzel - muss nun auch Bliesdorf die Bürger durch Steuererhöhungen zur Kasse bitten.

Die Gemeinde Bliesdorf ist mit 86 000 Euro im Minus. Dafür sind in diesem Jahr jedoch zwei der insgesamt fünf Kredite abgezahlt. Ab 2013 liegen die Zahlungen dennoch bei über 200 000 Euro für die verbleibenden drei Kredite. Hinzu kommt der Kredit für den Eigenanteil des Brückenbaus. Den zahlt die Gemeinde 20 Jahre lang ab.

Deshalb muss sie sich in einer der nächsten Sitzungen zu Konsolidierungsmaßnahmen durchringen. "Eine Friedhofsgebührensatzung haben wir schon als erste Gemeinde im Amt durchgebracht", erinnerte Bliesdorf Bürgermeisterin Eva-Maria Andresen auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung in Bliesdorf. Und stellte zugleich klar, dass die Pro-Kopf-Belastung 219 Euro beträgt. "Das ist im Vergleich zu anderen Gemeinden noch eine relativ geringe Belastung", so Andresen. Angedacht ist nun die Grundsteuer A (Ackerflächen) und die Grundsteuer B (Gebäude) auf Landesniveau anzuheben.

Zudem ist geplant, die Hundesteuersatzung zu erhöhen. Allerdings, merkte Gemeindevertreterin Grietje van Casteren kritisch an, sei ein Hund auch für viele ein Sicherheitsaspekt, der nicht einfach abzutun sei. Dennoch könnten sich die Gemeindevertreter vorstellen, den Preis für den ersten Hund um fünf Euro jährlich aufzustocken, für den zweiten von 30 Euro auf 50 Euro zu erhöhen. Der dritte und jeder weitere würden dann statt 60 Euro mit 100 Euro zu Buche schlagen. Ausgenommen davon sind Hundezüchter, die Sonderrechte genießen.

Eva-Maria Andresen stimmte zu, auch im Bereich Dorffeste sparen zu wollen. "Ich habe schon beim diesjährigen Frauentag nur eigene Gruppen aus der Gemeinde engagiert", machte sie ihren Sparwillen deutlich. Umstritten ist die Einführung einer Winterdienstsatzung, die die Kosten zum Teil auf die Bürger umlegen würde. Dies hat bereits in der Gemeinde Neulewin, die sich ebenfalls in einer angespannten Haushaltslage befindet, zu Diskussionen geführt und ist äußerst unpopulär bei den Bürgern. Auf der nächsten Sitzung am 18. Juni im Bürgerhaus in Kunersdorf will die Gemeinde Genaueres festlegen.

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