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In 31,89 Sekunden zum Pokal

So sehen Sieger aus: Nach einjähriger Pause holten sich die Weichensdorfer Männer den Wanderpokal des Friedländer Feuerwehr-Stadtausscheids zurück.
So sehen Sieger aus: Nach einjähriger Pause holten sich die Weichensdorfer Männer den Wanderpokal des Friedländer Feuerwehr-Stadtausscheids zurück. © Foto: Cindy Teichert
Cindy Teichert / 12.06.2012, 06:53 Uhr
Kummerow (MOZ) Am Friedländer Stadtausscheid haben 35 Mannschaften teilgenommen. Ausrichter war in diesem Jahr die Kummerower Wehr, die auch ihr 60-jähriges Jubiläum feiert. Zahlreiche Zuschauer verfolgten das Geschehen und erfreuten sich auch an dem bunten Rahmenprogramm.

Drei Wettkampfbahnen für einen großen Ausscheid im Kummerower Schlosspark - für manch einen im Vorfeld kaum vorstellbar. "Mit sachlicher Ordnung haben die Veranstalter bewiesen, dass dies machbar ist", lobte Friedlands Bürgermeister Thomas Hähle die Dorfgemeinschaft. Die Feuerwehrmitglieder und auch viele andere Einwohner des kleinen Friedländer Ortsteiles hatten in der Woche vor dem Stadtausscheid ihre gesamte Freizeit in die Vorbereitung des Wettkampfes gesteckt, wie Ortsvorsteher Wolfgang Schulze berichtete. Und zum Lohn ging am Samstag dann auch alles problemlos über die Bühne.

Insgesamt kämpften 16 Männermannschaften, sechs Frauenteams, sowie fünf Kindermannschaften in der Altersklasse I (8-13 Jahre) und sechs in der Altersklasse II (14 bis 17 Jahre) um den Pokal. "Besonders freue ich mich darüber, dass in diesem Jahr zwei polnische Teams dabei waren", so Hähle, dem die freundschaftliche Verbindung zwischen der Stadt Friedland und unserem Nachbarland sehr am Herzen liegt. Die polnischen Feuerwehrteams aus Korfantow und Trzebow starteten am Ende des Ausscheids außer der Wertung.

Zuvor galt es herauszufinden, welche Mannschaft aus dem Friedländer Stadtbereich die schnellste Zeit beim "Löschangriff nass" hinlegt. Es zählte jede Hundertstelsekunde und nachdem es bei den Friedländer Damen, die zuerst an den Start gingen, nicht so gut klappte, legten die Pieskower Frauen mit 48,41 eine super Zeit vor. Jedoch war das Team aus Groß Briesen mit 48,37 Sekunden einen Tick flinker. Diese Zeit konnten auch die nachfolgenden Mannschaften nicht toppen, und so freute sich das junge Team über den wohlverdienten Pokal.

Bei den Männern fiel die Entscheidung um den Siegerplatz nicht ganz so knapp aus. Mit 31,89 Sekunden siegten die Weichensdorfer Männer weit vor der Mannschaft von Friedland II, die für den Lauf 35,31 Sekunden brauchte. Damit holten sich die Weichensdorfer den Wanderpokal zurück, den sie von 2007 bis 2010 ohne Unterbrechung gewannen, im letzten Jahr jedoch an Friedland abgeben mussten.

Dritter bei den Männern wurden die Gastgeber aus Kummerow mit einer Zeit von 35,38 Sekunden. Bei den Kindern war die Groß Muckrower Jugend sehr stark. In der Altersklasse 1 siegten sie beim "Löschangriff nass" mit unglaublichen 25,10 Sekunden, in der Altersklasse 2 hatten sie nach Günthersdorf (27,78 Sekunden) und Friedland (28,25 Sekunden) immerhin Platz 3 mit 29,46 Sekunden.

In der Gruppenstafette, bei der Grundfähigkeiten wie Laufen, Kuppeln, Knoten und das Zielspritzen mittels Kübelspritze auf dem Prüfstand standen, holten sie in beiden Altersklassen den Pott, allerdings hatten sie auch nur eine Mannschaft aus Friedland zur Konkurrenz, da diese Wettkampfart nicht von allen Jugendwehren trainiert wird.

Als letztes zeigten die polnischen Mannschaften ihr Können. Während es bei den Gästen aus Trzebow ganz gut klappte und sie mit 48,71 Sekunden eine recht gute Zeit vorlegten, ging bei den Korfantowern, die scheinbar nicht so geübt waren, im "Löschangriff nass" einiges schief. Trotzdem hielten sie den Ablauf souverän bis zum Ende durch, was 110,45 Sekunden dauerte. "Wir haben aber den meisten Applaus erhalten", nahmen sie es gelassen und bedankten sich bei den Kummerowern für ihre Gastfreundschaft.

Im Rahmen der Siegerehrung bedankten sich dafür auch Bürgermeister Thomas Hähle, sowie Stadtbrandmeister Steffen Krüger. Dieser hatte für einige Kameraden noch eine besondere Überraschung dabei und sprach gleich mehrere Beförderungen für verdiente Kummerower Floriansjünger aus.

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