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Das Schwert von Altthymen

Offen für jedermann: Im Kirchenfoyer könnte dereinst das Schwert oder eine Nachbildung ausgestellt werden. Ein Aufsteller lädt Besucher ein.
Offen für jedermann: Im Kirchenfoyer könnte dereinst das Schwert oder eine Nachbildung ausgestellt werden. Ein Aufsteller lädt Besucher ein. © Foto: Pilz
Thomas Pilz / 13.07.2012, 19:59 Uhr
Altthymen (MZV) Altthymens Ortsvorsteher Manfred Saborowski ist einem spektakulärem Fund auf der Spur: Ein Schwert aus der frühen Bronzezeit soll um 1850 bei Altthymen entdeckt worden sein. Nach dem Zweiten Weltkrieg verliert sich die Spur.

Der Verbleib des rund 55Zentimeter langen Schwertes sei völlig ungeklärt, räumte Saborowski auf Nachfrage ein. Am vergangenen Mittwoch habe ihn die zuständige Fachreferentin des Archäologischen Landesmuseums Wünsdorf, Dr. Martina-Johanna Brather, davon unterrichtet, dass das Schwert 1945 wohl spurlos verloren gegangen sein muss.

Zugleich räumte die Wissenschaftlerin ein, es habe mit Sicherheit ein Nierenknaufschwert gegeben, das Mitte des 19. Jahrhunderts in der Gemarkung Altthymen gefunden wurde. Lange Zeit sei es nach ihren Erkenntnissen im Museum Neustrelitz aufbewahrt worden.

Laut Saborowski soll das Relikt aus grauer Vorzeit im Zuge der 1952 vollzogenen Gebietsreform in der DDR von Mecklenburg nach Potsdam gelangt sein.

Wenngleich der Verbleib des Originals ungeklärt ist, hofft der Ortsvorsteher, dass ein Replikat existiert. Wenigstens dieses könnte man im Rahmen einer heimatgeschichtlichen Ausstellung in der ehemaligen Dorfkirche ausstellen. Auf diese Weise ließen sich mehr Touristen in den Ort locken.

Auf das Schwert war Saborowski während einer Internet-Recherche aufmerksam geworden – im Rahmen der Stuttgarter Publikation zweier Archäologen, die den Titel trägt: „Die Schwerter in Ostdeutschland“. In ihr ist von einem „Schwert von Altthymen“ die Rede.

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