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Zeitreise zum Gabower Segelfluggelände

Fluggeräte selbst auf den Hang getragen

Der Traum vom Fliegen: Diese jungen Männer schaffen ein Fluggerät per Muskelkraft auf die Gabower Höhenkante.
Der Traum vom Fliegen: Diese jungen Männer schaffen ein Fluggerät per Muskelkraft auf die Gabower Höhenkante. © Foto: Lutz Scholz
Ulrich Seidemann / 17.07.2012, 21:00 Uhr
Gabow (MOZ) Wer heute an der Höhenkante von Gabow in Richtung Altglietzen entlangwandert, der wird kaum ahnen, dass dort vor 80 Jahren einmal lebhafter Flugbetrieb stattfand. Segelflugbegeisterte Freienwalder mussten sich damals allerdings das Vergnügen mit ihrer eigenen Muskelkraft hart erarbeiten. Die Fluggeräte wurden wieder hinauf in die Abflugposition getragen.

Auch meine Mutter Herta und ihr Bruder Wolfgang Seidemann waren dort eifrig mit dabei. Bis zu den Zehdener Höhen auf der gegenüberliegenden Oderseite konnte man damals fliegen. Ein altes Foto zeigt einen Flieger namens Carl Hesse. Der Freienwalder Druckereibesitzer war wohl einer der Sponsoren damals.

Ein anderes Flugzeug wurde am 25. September 1932 auf den Namen Walter Zernicke getauft. Meine Mutter erzählte noch vom flugbegeisterten Schuster Klaucke und dem Schlosser Reinboth. Mein alter Berliner Klassenlehrer Thul musste dort oben bei Kriegsende noch dienen. Heute ist es nur noch den Mauerseglern und Turmfalken überlassen, dort die Aufwinde zu nutzen sowie ab und zu die Stille zu unterbrechen.

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