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Ein Leben für den Rudersport

Dr. Johannes Wujanz war auch im Ausland bekannt.
Dr. Johannes Wujanz war auch im Ausland bekannt. © Foto:
Reinhard Düsterhöft / 16.08.2012, 17:10 Uhr - Aktualisiert 16.08.2012, 18:07
Blankenberg (MZV) Lediglich 74 Einwohner hat das kleine Örtchen Blankenberg im Amt Wusterhausen. Unter ihnen allerdings ein hochrangiger Sportfunktionär des Rudersports - Johannes Wujanz. Der 79-jährige hat mit seinem Sport allerdings nichts mehr zu tun.

Als Johannes Wujanz im Januar 1990 in sein Büro im Potsdamer Olympiastützpunkt kommt, da endete eine große Ära. „Sie hatten uns alle zum 31.12.1989 gekündigt. Ich allerdings hatte mich bereit erklärt, den Rudersport weiterhin ehrenamtlich zu unterstützen. Als ich dann zu meinem Platz kam, sah ich einen Herren aus Westdeutschland schon auf meinem Platz sitzen und ging“, so Wujanz, der anschließend seine Schlüssel abgab und seinen Austritt erklärte.

Für ihn war es der Höhepunkt einer Tortur. „Der Westen hat sich mit dem ganzen Ablauf indirekt gerächt, dass wir sie zur zweiten Rudergeneration gemacht haben“, ist er überzeugt. Wujanz zog den Strich unter eine unglaublich erfolgreiche Ära und dies von heute auf morgen. Bis dato hat er keinen Kontakt mehr nach Potsdam und hat auch nie wieder ein Amt im Rudersport bekleidet.

Dabei stehen in seiner Vita neun Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen, sowie weitere silberne und bronzene.

Das Abschiedsgeschenk von Wujanz, was bis heute kaum einer weiß, war der Erhalt des Leistungsstützpunktes in Potsdam.

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