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Breydin bringt Förderanträge auf den Weg

Generationen bald unter einem neuen Dach

Schloß Trampe am 25.10.2012
Schloß Trampe am 25.10.2012 © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Brigitte Horn / 26.10.2012, 07:29 Uhr
Breydin (MOZ) Lange ein ferner Traum, macht Breydin mit der Schaffung des Mehrgenerationenhauses jetzt ernst. In der jüngsten Gemeindevertretersitzung sind die Beschlüsse für zwei dafür wichtige Fördermittelanträge zum Ausbau des ehemaligen Schlosses verabschiedet worden.

Das ehemalige Schloss ist schon länger der dörfliche Mittelpunkt des Breydiner Ortsteils Trampe. Darin sind Kindergarten, Frisör, Gemeinderaum und acht Wohnungen untergebracht. Mit dem Konzept für das Mehrgenerationenhaus kann nun das Miteinander von Jung und Alt auf eine neue Stufe gehoben werden. Auf fruchtbaren Boden ist die Gemeinde Breydin sowohl beim Kreis als auch bei den Verwaltern von EU-Mitteln gestoßen. Das betrifft zum einen das Konzept der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) sowie das EU-Programm LEADER, die Abkürzung für den französischen Namen des Programm Liaison entre actions de développement de l'économie rurale, das heißt auf deutsch Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft. Als typisch ländliche Gemeinde mit der Agrargenossenschaft auf ehemaligen Gutsanlagen des Schlosses bietet die Situation im Breydin gute Voraussetzungen, von diesem Fördertopf zu profitieren. Die Lokale Aktionsgruppe von LEADER hat das Vorhaben bereits als förderfähig eingestuft.

In der Oktobersitzung hat sich die Gemeindevertretung entschlossen, zwei Fördermittelanträge für das ehemalige Schloss auf den Weg zu bringen. Ein Antrag betrifft die Erneuerung des Daches, der andere den Umbau und die Sanierung.

Mit dem Dach will die Gemeinde nicht nur die Dichtheit absichern, sondern auch Bausünden der Vergangenheit beseitigen. Das ursprüngliche barocke Hauptgebäude, schon mit Elementen des Klassizismus, hat nicht nur jeglichen architektonischen Schmuck verloren, sondern auch sein Walmdach und ein Flachdach erhalten. Angesichts der ortsbildprägenden Wirkung des Gebäudes soll nun das Flachdach durch ein neues mit Biberschwänzen gedecktes Walmdach ersetzt werden.

Das Schlossgebäude selbst soll saniert und ausgebaut werden. So der Keller, der unter anderem eine Gemeinschaftsküche, Gemeinschaftsräume und einen Sanitärbereich erhält. Gedacht ist des Weiteren an eine moderne Heizung, unter Umständen ein Blockheizkraftwerk, die Sanierung der Räume mit öffentlicher Nutzung sowie die Erneuerung der Ver- und Entsorgungsleitungen. Um Barrierefreiheit zu sichern, gehört ein Fahrstuhl ebenfalls zum Konzept. Der könne dann auch mit von der Kita genutzt werden. Bevor es aber im nächsten Jahr wirklich losgeht, wird mit den Mietern noch gesprochen, kündigte Bürgermeister Peter Schmidt an.

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