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Amt Gramzow orientiert sich an Prenzlau

Zusammenarbeit mit Odertal gekündigt

Oliver Schwers / 29.11.2012, 07:35 Uhr
Gramzow (os) Aus der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft (KAG) Region Unteres Odertal ist das Amt Gramzow ausgetreten. Das beschloss der Amtsausschuss in dieser Woche. Zuvor wurde bereits die Mitwirkung im "Grenzüberschreitenden Aktionsplan" gekündigt, der von der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft getragen wird. Federführend ist hier das Amt Oder-Welse. Amtsdirektor Detlef Krause hatte bereits vor mehreren Jahren eine Zusammenarbeit der Städte Angermünde und Schwedt sowie der umliegenden Ämter angeregt und ins Leben gerufen.

"Der Nationalpark ist ja für die Uckermark ganz gut und schön", so der Gramzower Amtsdirektor Reiner Schulz, "wir aber orientieren uns mehr zum Mittelzentrum Prenzlau hin". Dass möglicherweise die Nichtberücksichtigung von amtsangehörigen Gemeinden bei Förderprojekten in der Odertal-Arbeitsgemeinschaft der Ausschlag für die Entscheidung gewesen sein könnte, bestätigt Reiner Schulz nicht. Das einzige Gramzower Fördervorhaben - der geplante Radweg durch die Randow nach Blumberg - war an technischen Schwierigkeiten gescheitert.

Inzwischen hat sich im Altkreis Prenzlau eine gemeindeübergreifende Zusammenarbeit entwickelt. Beteiligt sind die Stadt Prenzlau und alle umliegenden Ämter und Großgemeinden. Die Verwaltungen wollen Daseinsvorsorge, demografische Entwicklung, Belange der Baukultur, Klimaschutz und Nachhaltigkeit gemeinsam abstimmen. Ein Förderbescheid über 600 000 Euro für den Zeitraum bis 2016 liegt bereits vor. Und das erste Projekt in Gramzow steht auch schon fest - die Rekonstruktion des Schulhofes der Anna-Karbe-Grundschule. Für weitere Vorhaben existiert eine Prioritätenliste, auf die sich die Kommunen und Ämter geeinigt haben.

Die Kündigung der Mitgliedschaft des Amtes Gramzow in der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Region Unteres Odertal wird Ende dieses Jahres wirksam.

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