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272 000 Wunschzettel wandern von Kindern aus aller Welt nach Himmelpfort

Ohren gespitzt über Rekordzahlen

Weihnachtsmann im Postamt Himmelfpfort
Weihnachtsmann im Postamt Himmelfpfort © Foto: MZV
Matthias Henke / 24.12.2012, 09:42 Uhr
Himmelpfort (mat) Weihnachten steht vor der Tür. 21 Kindern aus Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern, die ihren Wunschzettel an den Mann in Rot besonders hübsch gestaltet haben, feierten am Donnerstag gemeinsam mit ihm im Weihnachtspostamt Himmelpfort.

Die Auswahl fiel den Verantwortlichen nicht leicht, verriet Post-Sprecher Rolf Schulze. Doch ein gemeinsames Fest mit allen Kindern, die an ihn schreiben, zu organisieren, dürfte ein Ding der Unmöglichkeit sein. In der Himmelpforter Weihnachtspostfiliale sind bis Donnerstag rund 272 000 Briefe aus aller Welt eingegangen - aus insgesamt 71 Ländern. Den Löwenanteil - fast 95 Prozent - macht Post aus Deutschland aus.

Aber es schrieben auch Kinder aus Argentinien, Australien und Russland sowie der Nachwuchs aus Brasilien, Japan und Singapur. Erstmals trudelten in Himmelpfort auch Briefe aus Mosambik und Turkmenistan ein.

Das Weihnachtspostamt ist noch bis zum 24. Dezember geöffnet. Bis Heiligabend, so schätzt Schulz, wird der Weihnachtsmann und seine Briefe beantwortet haben.

Insgesamt sieben Weihnachtsfilialen betreibt die Deutsche Post deutschlandweit, darunter in so klangvollen Orten wie Engelskirchen und Sankt Nikolaus. Himmelpfort liege aber an der Spitze, was die Anzahl der Zuschriften  angeht - "mit Abstand", betonte Schulz.

Die Wünsche der Kinder seien vielfältig. Puppen und Teddys  kommen jedoch etwas aus der Mode. Elektrisches Spielzeug rückt verstärkt ins Zentrum der Wünsche. Manche wünschen sich gar ein Smartphone oder ein Tablet.

Dies bedeutet aber nicht, dass die junge Generation dem Materialismus anheimfalle. Aus den Briefen gehe ebenfalls hervor, dass die Kinder auch an andere Kinder in der Welt denken würden, von denen sie aus den Nachrichten oder Erzählungen wüssten, weil es diesen nicht so gut geht.

Auch Probleme in der Familie werden in den Wunschbriefen thematisiert. Eine Lebensberatung kann der Weihnachtsmann zwar nicht bieten, aber aufmunternde Worte gibt es vom Mann in Rot auf jeden Fall.

Mehr als das, nämlich ein Geschenk vom Alten persönlich, gab es für die Knirpse bei der Feier. Ein persönliches Erinnerungsfoto war auch dabei. Für jeden nahm sich der Weihnachtsmann Zeit, studierte intensiv noch einmal den Wunschzettel. Mütter und Väter spitzten die Ohren.

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