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Erörterungstermin zum geplanten Sicherungsbau in Brieskow-Finkenheerd ist für Januar im Gemeindezentrum angesetzt

Land will mit Anwohnern über Seedeich beraten

Ralf Loock / 28.12.2012, 06:50 Uhr
Brieskow-Finkenheerd (MOZ) Das Landesumweltamt lädt ein zu einer Erörterung des Planfeststellungsverfahrens für den geplanten Seedeich in Brieskow-Finkenheerd am Mittwoch, 23. Januar, um 10 Uhr im Gemeindezentrum. Gegen das Vorhaben regt sich bei vielen Anwohnern erheblicher Widerstand; ihr Vorwurf ist, dass sie durch den Bau nicht oder nur unzureichend vor einem Oderhochwasser geschützt werden.

Die jetzt angesetzte Anhörung ist öffentlich, auch alle Familien, die einen Einwand erhoben haben, können daran teilnehmen. Wie Bürgermeister Ralf Theuer dazu am Donnerstag auf Anfrage weiter mitteilte, werde er an der Aussprache teilnehmen. "Ich gehöre auch zu den Einwändern", sagte er. Laut Einladung strebe man eine "sachliche Erörterung" des Projektes an. Zu der Veranstaltung erwartet man unter anderem die Einwänder, die Träger öffentlicher Belange, anerkannte Naturschutzverbände und den Vorhabensträger.

Veranstaltungsort ist das Gemeindezentrum in der Karl-Marx-Straße; sollten mehr Teilnehmer als erwartet kommen und der Platz nicht ausreichen, so könne man die Aussprache kurzerhand in die Turnhalle, die sich ebenfalls auf dem Gelände befindet, verlegen, so Ralf Theuer."

In der Sache geht es um die Seestraße. Schutz vor künftigen Oderfluten könne nur ein Deich schaffen. Dieser sei zwar versprochen worden, aber bis heute bewege sich in der Sache nichts, hatte Anwohner Maximilian Zarembski erklärt. Daher haben sich im Sommer 2012 Anwohner der Seestraße in einem offenen Brief an den Ministerpräsidenten des Landes, Matthias Platzeck, und an den Amtsdirektor des Amtes Brieskow-Finkenheerd, Danny Busse, gewandt. In dem Schreiben heißt es, dass die "Unterlassung des Dammbaus oder einer sonstigen Hochwasserschutzmaßnahme in der Seestraße für die Anwohner von existenzieller Bedeutung ist und für die Eigentümer eine enteignende, da zerstörerische, Wirkung hat."

Zum Hochwasserschutz war ein Bauprojekt aus drei Maßnahmen geplant. Zwei Deiche wurden errichtet, die Familien dort können jetzt sicher leben. Doch der Abschnitt für die Seestraße wurde nicht errichtet.

Das Landesumweltamt hatte bereits vor Monaten den Erörterungstermin zum dritten Deich angekündigt. Aufbauend auf diese Gespräch will man dann einen Planfeststellungsbeschluss zum Deichbau fassen.

Für die planungsrechtlichen Arbeiten und die reine Bauzeit veranschlagt das Amt rund 18 Monate, so dass der von den Anwohnern geforderte Hochwasserschutz ungefähr im Herbst 2014 stehen könnte. Sollte aber Klage vor einem Gericht erhoben werden, so verzögert sich die Fertigstellung.

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