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Nachträgliche Liquidation wäre möglich

Ines Rath / 31.01.2013, 06:45 Uhr
Falkenhagen (MOZ) In der Amtsverwaltung Seelow-Land ist am Mittwoch ein Schreiben des Amtsgerichtes Berlin-Charlottenburg eingetroffen. Es sei grundsätzlich möglich, eine Nachtragsliquidation für die aus dem Handelsregister gelöschte mentorat Immobilien-, Finanz- und Bauvermittlungsservice GmbH anzuordnen, heißt es in der Antwort des Gerichtes auf eine Anfrage der Seelow-Länder Amtsdirektorin Roswitha Thiede. Allerdings müsste dies "ein Beteiligter" beantragen. Ein solcher Beteiligter ist die Gemeinde Falkenhagen. Deren Forderungen an die Firma, der das Bunkergelände im Wald bei Falkenhagen gehört, haben sich auf mehr als 10 000 Euro summiert. Das Vermögen in Form von Grundeigentum sei dem Gericht damals, im Zuge des Liquidationsverfahrens, nicht bekannt gewesen, teilt die zuständige Richterin mit. Sonst wäre die Löschung aus dem Handelsregister nicht erfolgt.

Die Richterin stellt es der Gemeinde "anheim", die Nachtragsliquidation mit dem Zweck zu beantragen, "das noch vorhandene Vermögen der Gesellschaft abzuwickeln". Doch ein vom Gericht einzusetzender Nachtragsliquidator dürfte keine Forderungen gegen das Land Berlin geltend machen, betont die Richterin.

"Die Gemeinde kann den Liquidator nicht bezahlen", sagt Roswitha Thiede. Nun könnte geprüft werden, ob der Kaufinteressent für das Bunkerareal aus der Berliner Paintball-Spielerszene dafür aufkommen würde.

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Sonne 31.01.2013 - 19:36:13

viele Fragen an die MOZ

Beim Lesen des Artikels stellen sich gleich mehrere Fragen: 1. Warum war dem Gericht nicht bekannt, dass das Unternehmen Grundvermögen hatte? Mit dem Insolvenzantrag wird ein Liquidator bestellt. Dieser erstellt Bilanzen. Warum ist dies dem Liquidator nie aufgefallen. Insofern hätte die Gesellschaft nie gelöscht werden dürfen. 2. Es gibt einen Interessenten für das Objekt. Von wem soll der Interessent das Objekt erwerben, wenn der Eigentümer aus dem Handelregister gelöscht wurde? Wer ist aktuell eigentlich Eigentümer des Objektes? Die GmbH kann es nicht mehr sein, dass diese nicht mehr besteht? Die Gesellschafter der GmbH? Diese können es auch nicht sein, da es keinen Verkauf von der GmbH an die Gesellschafter gibt. 3. Die Gemeinde kann keinen Nachtragsliquidator bezahlen! Diesen könnte man bezahlen, aus dem Erlös für das Objekt bezahlen Es wäre schön, wenn MOZ aufklären würde. Danke

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