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Betrüger Hans-Joachim Range gefasst / Seehotel-Manager: Wir wollten nicht, dass er davon kommt

Hinweis auf Versteck kam aus Falkenhagen

Ines Rath / 21.02.2013, 19:01 Uhr
Falkenhagen/Brilon (MOZ) "Auf den Tag haben wir lange gewartet", sagt Jaroslaw Satanowsky, der Verwaltungsmanager des Seehotel Luisenhof in Falkenhagen. Am Dienstag hat die Polizei den flüchtigen Betrüger und Hochstapler Hans-Joachim Range im sauerländischen Brilon festgenommen. Der 55-Jährige, der die Justiz seit 20 Jahren beschäftigt, soll sich gegen den Zugriff nicht gewehrt haben.

"Ich habe der Kriminalpolizei in Magdeburg am Freitag voriger Woche mitgeteilt, wo sich der Gesuchte aufhält", sagte Jaroslaw Satanowsky jetzt am MOZ-Telefon. Und erklärte: "Wir wollten nicht, dass er ungestraft davon kommt."

Die russische Besitzerin und die Mitarbeiter des Falkenhagener Seehotel Luisenhof gehören zu den Opfern von Hans-Joachim Range. Der Betrüger und Hochstapler, der sich als Rechtsanwalt ausgab, hatte im März 2012 das Seehotel "gekauft". Doch er bezahlte weder den Kaufpreis in Höhe von 1,2 Millionen Euro noch die Löhne der Angestellten. Das Landgericht Frankfurt (Oder) erklärte im Herbst den Kauf für ungültig. Als die rechtmäßigen Besitzer das Hotel wieder übernahmen, fanden sie es verwüstet und geplündert vor.

Auf Schadenersatz haben sie indes nicht nur Range, sondern auch dessen beide Seehotel-Pächter aus der Region verklagt, wie Jaroslaw Satanowsky jetzt erklärte. Der Hotel-Manager hat Anlass zur Hoffnung, dass "unsere Schadenersatz-Forderung Erfolg haben wird", wie er sagte.

Geprellt hat Hans-Joachim Range im vergangenen Jahr auch viele Kulturinteressierte aus der Region, denen er, gemeinsam mit einer Veranstaltungsagentur, die Aufführung der Oper "Nabucco" am Ufer des Gabelsees vor dem Seehotel versprochen hatte. Doch dazu kam es nicht. In letzter Minute zog die Agentur die Notbremse, die Freiluftoper wurde in Steinhöfel aufgeführt.

Gefahndet wurde seit Anfang Oktober 2012 nach Range, gegen den Haftbefehl erlassen worden war, weil er eine Haftstrafe nicht antrat. Der Gemeinde Falkenhagen soll der Betrüger noch Grundsteuern schulden.

Leserforum

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D. Wolf 23.02.2013 - 08:53:16

D. Wolf

??? Wieso können Sie, werte Frau Steinkraus, nicht in die Archive Ihrer Zeitung Einblick nehmen. Ich muss iimmer meinen Namen und meine mail adresse angeben, (unsichtbar für die Leser), somit sollten Sie doch, oder die Staatsanwaltschaft den jenigen ermitteln können, der sich einen falschen Nahmes bedient, und jemanden verunglimpft. Könne (oder wollen) Sie das aufklären?

Doris Steinkraus 22.02.2013 - 13:19:38

Mit falschem Namen angeschwärzt

Liebe Leser! Wir freuen uns immer über Meinungsäußerungen. Wir bedauern allerdings, dass inzwischen Kommentar-Schreiber mit Klarnamen agieren, die nicht ihre eigenen sind. Zum Falkenhagener Beitrag über den nun geschnappten Hochtstapler hat sich ein Herr R. Schinkel geäußert. Viele kennen Rainer Schinkel aus Falkenhagen. Er ist Beigeordneter des Landkreises. Sein Name tauchte in unseren Online-Kommentaren schon mehrmals auf. Hiermit sei jedoch klargestellt, dass Rainer Schinkel nicht der Autor ist. Wir wissen leider nicht, wer hier seinen Namen missbraucht. Es gibt weitere ähnliche Beispiele wie Herr Brachmann oder Herr Pröhl. Ehe giftige Gegenkommentare - mit Bezug auf die Position der Person - geschrieben werden, empfiehlt es sich, erst mal nachzufragen, ob derjenige wirklich der Verfasser ist.

Falkenhagener 22.02.2013 - 11:20:40

Pfui Teufel!

Da lehnen Sie sich aber sehr weit aus dem Fenster, Herr Schinkel! Als leitender Mitarbeiter einer Behörde sollten Sie eigentlich für die Durchsetzung von Recht und Ordnung eintreten, statt Zeugen hier als Denunzianten zu verunglimpfen.

r.schinkel 22.02.2013 - 10:45:13

Der grösste Lump im ganzen Land ...

.... das ist und bleibt der Denunziant. Und davon gibt es einige in diesem Nest.

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