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Am Sonnabend wurde in Kieselwitz gezampert / In Wellmitz zog die Jugend durchs Dorf

Gegrilltes und Forellensalat

Jana Pozar / 25.02.2013, 07:03 Uhr
Kieselwitz/Wellmitz (MOZ) In Kieselwitz waren mehrere Generationen unterwegs, in Wellmitz die Jugend: Zampergesellschaften zogen am Sonnabend durch die beiden Dörfer.

"Weiter, weiter! Wir müssen weitergehen, sonst schaffen wir heute nicht alle Häuser", rief Diana Köpke, Zamper-Organisatorin in Kieselwitz, ihrer Gruppe zu. Schließlich sollte es am Abend noch gemeinsam zum Fastnachtstanz gehen. "Dann geht es auf Zeitreise von der Urzeit bis in die Zukunft", erzählte Diana Köpke. Und auch gemeinsam ging es auf Zampertour. "Hier machen alle mit, der jüngste ist anderthalb Jahre, der Älteste 60", erzählte die Organisatorin.

In Kieselwitz ist das Zampern im Jahr 1996 wieder zum Leben erweckt worden, aber gezampert wurde dort "schon immer". Eier, Speck und Geld stehen auf der Sammelliste ganz oben. Die Naturalien werden dann in der nächsten Woche bei der Kreschke verspeist, das Geld wird unter anderem für die Kapelle ausgegeben. "Die Kieselwitzer sind sehr spendabel", versicherte Nicole Runge. Es gebe im Ort für die Zampergesellschaft jede Menge zu essen. "Gulaschsuppe, Pfannkuchen, Forellenbrötchen, Gegrilltes", sagte die junge Frau. Gürtlers Forellensalat sei der Beste. Und Familie Ilte legt jedes Jahr zur Mittagszeit 120 Würstchen auf den Riesengrill. "Schließlich haben alle bei der ganzen Lauferei und Tanzerei auch großen Hunger", erklärte Oberhaupt Frank Ilte.

Ganz fit waren einige Wellmitzer am Sonnabendmittag schon nicht mehr. Vielleicht lag es auch daran, dass die Jugend des Ortes schon am Vorabend gefeiert hat. "Mit unserem großen, traditionellen Ummarsch durch das Dorf. Die Jungs im Anzug mit Strauß am Hut und die Mädchen in Röcken", erklärte Organisatorin Lisa Messerschmidt. Die 22-Jährige erzählte, dass die Jugend in diesem Jahr letztmalig allein auf Tour geht. "Aus organisatorischen Gründen und weil die Jugend fehlt." Und wahrscheinlich haben auch einige junge Leute nicht mehr so recht Lust, zampern zu gehen. So schien es jedenfalls am Samstag. Einzelne Grüppchen blieben zurück, andere setzten sich ab. Doch der größte Teil zog in der Gruppe durch das Dorf. "Kalt ist es nicht. Ich habe zwei Hosen und vier Pullover an. Und Hochprozentiges wärmt von innen", versicherte Heiko Klänke. Später ging es zu Familie Milde. Dort gab es als Stärkung Soljanka und Brötchen.

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