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Grünes Licht für Gülle auf Feldern

Gabeltest ergab keine Beanstandung

Heike Hahn / 05.04.2013, 07:45 Uhr
Gieshof-Zelliner Loose (MOZ) Firmen, die zurzeit Gülle auf die Felder bringen, handeln offenbar rechtmäßig. Das ergab eine MOZ-Anfrage beim Landwirtschaftsamt des Kreises. In Gieshof-Zelliner Loose hatte ein Anwohner sich beschwert, dass in einer Nacht- und Nebelaktion Gülle auf die Felder gebracht worden sei. Dabei herrschen noch immer Minusgrade, besonders nachts. "Wir sind dem anonymen Hinweis nachgegangen und haben auf den beiden genannten Feldern bei Gieshof den Gabeltest gemacht", erklärt ein Mitarbeiter des Amtes. Dabei sei festgestellt worden, dass der Boden nicht gefroren sei. Laut Gülleverordnung gibt es eine Kernsperrfrist, die aber nur von November bis Januar gilt. Danach ist das Ausbringen von Gülle nur verboten, wenn eine geschlossene, fünf Zentimeter hohe Schneedecke auf den Feldern liegt.

Verstößt ein Unternehmen gegen die Gülle-Verordnung, drohen ein Bußgeld und Sanktionen bei der jährlichen Betriebsprämie. Vergehen zu beweisen sei zudem noch eine andere Angelegenheit. "Bei anonymen Anzeigen haben wir ja niemanden, der vor Gericht als Zeuge aussagen könnte", sagte der Mitarbeiter, der seinen Namen ebenfalls nicht nennen wollte.

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lupo 06.04.2013 - 07:23:27

@ Güllefahrer

Interessant, da wagt es doch tatsächlich ein Anwohner aus Gieshof-Zelliner Loose sich über den permanenten Gülle Gestank zu beschweren und wird von Amts wegen abgewiesen; alles im grünen Bereich. Beschwert sich hingegen ein so genannter Finanzminister aus Potsdam über den Geruch von Pferdemist aus seiner Nachbarschaft und Fliegen auf seiner Erdbeertorte, dann ist das natürlich etwas ganz anderes und die Ämter hopsen im vorauseilenden Gehorsam auf den alteingesessenen Verursacher der Geruchsbelästigung wie die Fliege auf den Misthaufen um ihm den Garaus zu machen. Also, Herr Güllefahrer, noch gilt gleiches Recht für alle, nur das speziell in Brandenburg ämterseitig mit unterschiedlicher Elle gemessen wird ist an sich nichts Neues. Wie wäre es also, wenn Sie Ihre Ladung mal vor dem Brandenburger Landtag ablassen würden? Einfach mal die Reaktion abwarten.

Güllefahrer 05.04.2013 - 18:17:23

deshalb

kaufen auch alle Leute die billigsten Lebensmittel im Edeka, Netto, Real und Kaufland. Den Bauern anscheißen weil es vom Feld etwas riecht, dass könnt ihr. Meckern, weil Legebatterien, Hähnchenmastanlagen etc. gebaut werden, dass könnt ihr. und dann, dann geht ihr in den Supermarkt und was kauft ihr für Lebensmittel und für Fleisch? Das, was am Billigsten ist!!! Da, was aus China und von sonst wo kommt. Ach ja, aus China die Lebensmittel und das Fleisch sind gesünder als aus Deutschland. Wir sehen nicht, was in China damit passiert. Wir wissen nicht, wie geerntet und geschlachtet wird. Wir wissen nicht, wie die Umwelt mit den Transporten verpestet wird. Schlussfolgerung. Ihr Landwirte in Deutschland, geht doch bitte zum jobcenter und hört mit der Landwirtschaft auf!. Wir wollen nicht das kranke Zeug von euch. Wir wollen das gesunde Zeug aus China!!! I LOVE MADE IM GERMANY

Drohn 05.04.2013 - 12:37:04

Schöne heile Bauernwelt

Bauern wissen genau wann sie was auf die Felder bringen. Nach der Gülle kommt das mit Neonicotinoiden gebeizte Saatgut in den Boden. Auch wenn daran, entgegen den Versprechungen der Industrie jede Menge Insekten sterben. So ist es hunderten Bienenvölkern in Baden-Württemberg und Bayern mit gebeiztem Maissaatgut ergangen. Dann kommt Kunstdüngen auf den Boden, der landet im Grundwasser und den Oberlächengewässern. Kurz vor der Ernte wird tonnenweise Roundup gegen Unkraut im Getreide gespritzt. Das lässt sich inzwischen im Urin von Großstädtern, die nie in die Nähe dieser Felder gekommen sind, nachweisen. Über das gespritzte Getreide kommt es ins Mehl, dann ins Brot und landet zum Schluss in unseren Organen. Das wäre mal einen Beitrag in der MOZ wert.

anspritzer 05.04.2013 - 11:54:13

"Warum sollen die Landwirte nicht rechtmäßig handeln?"

weil unsere landwirte ja auch alle ausschließlich gutmenschen sind, oder wie? manch einer dieser bauern schert sich einen dreck um die landschaft bzw. deren langfristigen erhalt und ist in erster linie am erhalt seiner hofes interessiert. da kann man schon mal die gesetze brechen, wäre nicht das erste mal... ich finde es gut, wenn die leute ihre bauern im auge behalten und nicht einfach tatenlos wegsehen, wenn gespritzt, gedüngt und gejaucht wird, was das zeug hält. mein nachbar ist mit mitte 30 und impotent, weil er für seinen chef über jahre die giftspritze gefahren hat. von wegen, die wüssten was sie tun...

Maishäcksler 05.04.2013 - 11:38:05

wer sind diese Anscheißer?

Auf der ruhigen Scholle auf dem Land lässt es sich so schön leben. Wenn da nicht dieser elendige Mief wäre. Es ist doch einfach nur schlimm mit diesen üblen Gerüchen von den Tieren. In der Stadt kann es dagegen stinken, nach Abgasen von Fahrzeugen und nach Gerüchen vom verarbeitenden Gewerbe. Und dann soll noch einer über die Silagen für die Ökostromerzeugung meckern. Alles gute Luft!

Güllefahrer 05.04.2013 - 08:37:49

Warum sollen die Landwirte nicht

rechtmäßig handeln? Die Landwirte werden im Gegensatz zu "Anscheißern" welche bei der MOZ anrufen und keine Ahnung von der Materie haben wissen, wann sie was auf die Felder bringen können. Schade, dass MOZ solchen "Anscheißern" Raum bietet

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