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Berufsimkerei Fabian Lahres lud zu Führungen ein / Am Ende willkommene Verkostung

20 Tonnen Honig aus Garzau

Margrit Höfer / 08.04.2013, 07:47 Uhr
Garzau (MOZ) Eine der wenigen Berufsimkereien in der Region, die von Fabian Lahres in Garzau, öffnete am Sonnabend ihre Türen. Fachkundig berichtete Annette Degenhart von den Mühen und Freuden dieses Berufes.

16 Sorten vom Sommerblütenhonig mit Buchweizen oder Kornblumen- sowie Waldhonig oder Spezialitäten wie Aronia bzw. Ingwer in Honig - all das steht am Ende eines langen Produktionsprozesses. Für den arbeiten 500 emsige Bienenvölker, berichtete Annette Degenhart. In den Sommermonaten werden die Völker auch schon mal bis in die Lausitz transportiert, wo es noch Kornblumen gibt, oder nach Ruppin, wo der Heidehonig entsteht.

Während sich Barbara Sanwald aus Berlin als Fan des Honigs, dem antibiotische Wirkungnachgesagt wird, outete, kamen Wilfried und Marcel Gläser aus Altlandsberg, weil sie Wissen sammeln wollten. "Wir haben je ein Volk und vor einiger Zeit mit der Hobbyimkerei angefangen", erzählte Marcel Gläser von seinem Ausgleich zum Job am PC. Sechs Völker sind ihnen verloren gegangen. Von der Fachfrau erhofften sie sich Tipps und Ratschläge.

Und die gab es reichlich und begannen beim Bau der Bienenkästen. Stück für Stück präsentierte Annette Degenhart die Bienenwohnung, die aus mehreren Schichten besteht. Angefangen beim Blechdeckel, der warm hält, über den Honigraum mit Waben. Dort befinden sich auch die Rähmchen im Zanderformat. Über die Bienenflucht bis hin zur Wohnung der Königin. Die nennt sich Brutraum. Mit einem Metallgitter, das für gute Belüftung sorgt, wird der Hohlboden nach unten abgeschlossen. Dort ist ausreichend Platz, um den Bienen ab Herbst eine Zuckerlösung anzubieten. "Der lange Winter macht den Bienen zu schaffen. Jetzt lauert die Gefahr, Bienenvölker zu verlieren, weil sie nicht ausreichend Fressen haben", mahnte Annette Degenhart zur Bienenkontrolle und -fütterung. Fünf Tonnen Biozucker verarbeitet die Imkerei jährlich. Weiter führte sie ihre Gäste u. a. in den Bauraum. Dort entstehen neue Bienenkästen aus Weymouthskiefer, die sehr haltbar ist und nicht behandelt wird. Dann ging es zur großen Schleudermaschine, in der zunächst die Wachsschichten maschinell von den Waben geschnitten werden, ehe immer 64 Waben mit einmal geschleudert werden können. Mittels Wärme werden Restwachs und Honig getrennt und gesiebt, bis die saubere Süßigkeit, im Vorjahr 20 Tonnen, entstanden ist. Beeindruckend war das Lager und willkommen zum Schluss die Verkostung. Dafür muss man aber nicht bis zu den Führungen warten. Immer sonnabends von 10 bis 15 Uhr ist der Hofladen am Gutshof 3 geöffnet.

Weitere Führungen für fünf Euro Eintritt gibt es am 11. Mai, 6. Juli, 3. August und 7. September, je eine 11 und eine 12.30 Uhr.

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