Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Ein Silberpfeil brillierte Silberpfeil brillierte beim Bullen-Derby

Friedrich Alkewitz: Sein Silberpfeil war einfach nicht einzuholen. Stolze 413 Meter schaffte er an einem Stück.
Friedrich Alkewitz: Sein Silberpfeil war einfach nicht einzuholen. Stolze 413 Meter schaffte er an einem Stück. © Foto: Georg-Stefan Russew
Georg-Stefan Russew / 21.04.2013, 20:44 Uhr
Keller/Baumgarten (MOZ) Das Bullen-Derby war schon vor Veranstaltungsbeginn einer der Gewinner des Tages. Am Sonnabend konnten die Organisatoren um Uwe Flock nach dem Termin-Hickhack im Vorfeld reichlich Sonnenschein ernten.

"Ich weiß nicht, ob es kommendes Wochenende auch so schön gewesen wäre", sagte Flock hocherfreut. Wegen des Lindower Volksangeltags kommende Woche hatten die Macher entschieden, die neuerliche Auflage des von Ruppiner Anzeiger und Gransee-Zeitung präsentierten Bullen-Derbys um eine Woche vorzuziehen. Einziger Wermutstropfen: Stamm-Moderator Wolfgang Schwericke, Bürgermeister von Lindow, und Gransees Amtsdirektor Frank Stege konnten wegen Terminüberschneidungen nicht am Treiben zwischen Keller und Baumgarten teilnehmen.

Nur einen freute Steges Abwesenheit wirklich: Lindows Amtsdirektor Danielo Lieske konnte endlich einmal das Prominenten-Seifenkistenrennen für sich entscheiden.

Aber gegen einen hatte am Samstag niemand eine wirkliche Chance: Friedrich Alkewitz aus Zernikow fuhr in der 13-Plus-Klasse allen davon. Mit 413 Metern war er sogar für die Jüngeren unerreichbar. "Friedrich hatte vor sieben Jahren einen Traum. Das war dieser Silberpfeil. Genauso lange haben wir an dieser Kiste auch gebaut", erklärte Mutter Ines. Das Gehäuse stammt aus einem Bausatz. "Sie ist DSKD-tauglich und könnte so am Deutschen Seifenkisten Derby teilnehmen", setzte Mutti Ines hinterher.

Obwohl Friedrich die größte Weite erzielte, ärgerte er sich dennoch ein wenig. "Ich habe den Allzeitrekord nur um vier bis fünf Meter verpasst", sagte er. Naja, dann müsste er wohl im kommenden Jahr wieder ran. Aber mit einer neuen Kiste. Aus dem Silberpfeil ist er fast herausgewachsen.

So viel Glück wie Friedrich hatten diesmal nicht alle. Auf der Strecke zwischen Baumgarten und Keller ereigneten sich vier Unfälle. Dekra-Gutachter Andreas Bruchmann erklärte, dass es in erster Linie mit Fahrfehlern der jungen Seifenkistenpiloten. Dazu sei manche Kiste nicht so stabil genug. Vor allem die Lenkungen der Kisten seien zumeist Leichtbau gewesen. "Für die ungeübten Kinder war das wohl eine Nummer zu schwer", schätzte Bruchmann ein. Neben ein paar Schürfwunden soll nach Angaben des Rennleiters Uwe Flock zum Glück nichts schlimmeres passiert sein.

Generell machte Uwe Flock am Sonnabend mit seinen vielen Mitstreitern eine gute Figur. "Wir hatten 36 Starter, so viele wie lange nicht mehr", sagt der Lindower Jugendarbeiter. Im vergangenen Jahr hatte er das Amt ganz frisch von seiner Vorgängerin Annett Bauer übernommen. Damals wirkte er noch sehr unsicher. Ein Jahr weiter war Flock am Sonntag schon der Dreh- und Angelpunkt des Bullenderbys. Auch das Mikrofon und die Moderation der Veranstaltung übernahm er. "Mir hat das Bullenderby großen Spaß gemacht und ich freue mich schon jetzt auf 2014."

Den Preis für die schönste Kuh holte sich Demian Scherer. Opa Joachim hat zusammen mit zwei Freunden den "Wasserbüffel" zusammengeschraubt. Styropor gab der Konstruktion die Form. Die schnellste Seifenkiste steuerte Leon Otto. In der Kategorie der Sechs- bis Zwölfjährigen holte sich Jette Miedow mit 273Metern den ersten Platz gefolgt von Philipp Milkert und Tara Petruschke. In der 13 Plus-Klasse gewann Halbprofi Friedrich Alkewitz mit stolzen 413 Metern den ersten Platz. Danach folgten Anja Petruschke und Leon Otto.

Als Bonbon erhielten die bei den Weitesten neben den Pokalen und Urkunden Präsente vom Ruppiner Anzeiger und von der Gransee-Zeitung. Für Jette gab es einen Kopfhörer und Friedrich sahnte eine Digitalkamera ab.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG