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Stadtfeuerwehrtag der Angermünder Wehren / Pflege von sportlichem Ehrgeiz und Kameradschaft

Feuertaufe für neue Freunde

Tempo gefragt: Jede Sekunde zählt, wenn die Feuerwehr alarmiert wird. Beim Stadtausscheid der Angermünder Feuerwehren zeigen auch die Nachwuchsbrandschützer, hier die Mannschaft aus Kerkow, was sie gelernt haben. Beim Beherrschen der Technik und schnellem
Tempo gefragt: Jede Sekunde zählt, wenn die Feuerwehr alarmiert wird. Beim Stadtausscheid der Angermünder Feuerwehren zeigen auch die Nachwuchsbrandschützer, hier die Mannschaft aus Kerkow, was sie gelernt haben. Beim Beherrschen der Technik und schnellem © Foto: MOZ
Daniela Windolff / 07.05.2013, 21:00 Uhr
Herzsprung (MOZ) Ein großes Aufgebot an Feuerwehren sorgte in Herzsprung für Aufregung. Vier Löschzüge aus Angermünde und den Ortsteilen trafen sich zum kräftezehrenden Großeinsatz, bei dem es um Minuten ging. Der Stadtfeuerwehrtag ist der größte Leistungsvergleich.

Ein Konvoi knallroter Feuerwehren rollte morgens durchs Dorf und lockte die Menschen an die Fenster. Über hundert Feuerwehrleute, Männer, Frauen und auch Kinder in dunkelblauen Uniformen, wuselten aufgeregt, aber konzentriert über den Platz mit dem treffenden Namen "Zur Feuerwehr". Herzsprung war am Wochenende Gastgeber des diesjährigen Angermünder Stadtfeuerwehrtages.

"Einmal im Jahr treffen sich alle Löschgruppen und auch die Jugendfeuerwehren aus der Stadt Angermünde und den Ortsteilen, um ihre Leistungen unter Beweis zu stellen und zu vergleichen. Dabei geht es um Schnelligkeit, das gute Zusammenspiel der Kameraden und auch um Feuerwehrwissen", erklärt Roland Adam, stellvertretender Stadtbrandmeister. Der dient dazu, Schwächen und Stärken im Zusammenspiel zu testen. Feuerwehrleute sind Helden im Team. Gerade das fasziniert neben dem sportlichen Ehrgeiz auch schon Kinder an der Feuerwehr. Isabell Flamma (13) aus Altkünkendorf und Jessica Pehlmann (14) aus Wolletz gehören zu den wenigen Mädchen in der Jugendfeuerwehr. "Ich finde es toll, weil ich gern helfe und man hier viel lernen kann. Und wir unternehmen viel gemeinsam, fahren auch mal weg", erzählt Isabell. Saskia Koßmann (13) kommt aus einer Feuerwehrfamilie: "Meine Brüder waren auch schon dabei. Ich bin vor drei Jahren dazugekommen, damit das einzige Mädchen der Gruppe nicht so allein war. Inzwischen sind wir Freundinnen und schon vier Mädchen", strahlt Saskia. Seit 50 Jahren gibt es in Angermünde Jugendfeuerwehren. Noch nie war es so schwierig, Nachwuchs zu gewinnen. Geburtenrückgang und Wegzug junger Leute sind auch in den Reihen der Feuerwehren spürbar. 54 Jungen und Mädchen sind in sieben Jugendfeuerwehren in Angermünde, Kerkow, Altkünkendorf, Crussow, Biesenbrow, Frauenhagen und Greiffenberg aktiv. Um noch mehr Kinder zu begeistern, präsentieren sich die Brandschützer in Schulen und werben bei der Brandschutzerziehung und bei Volksfesten für ihre verantwortungsvolle Arbeit, betont Stadtjugendwart Olaf Taddey. "Die Feuerwehr bietet Kindern und Jugendlichen eine abwechslungsreiche und anspruchsvolle Freizeitbeschäftigung. Wir treffen uns einmal in der Woche, lernen, trainieren, aber wir machen auch Nachtwanderungen, Zeltlager, Ausflüge in den Freizeitpark, grillen oder feiern gemeinsam mit anderen Jugendwehren oder unseren polnischen Partnern", bricht er eine Lanze für die Jugendarbeit. Und schließlich ist auch so ein großer Stadtausscheid eine gute Gelegenheit, um zu schauen, was Feuerwehr ausmacht. Und das ist mehr als Löschangriff und Kampf um Bestzeiten und Pokale. "So ein Stadtfeuerwehrtag ist auch ganz wichtig, um die Kameradschaft zu pflegen und allen Aktiven Dank für ihre Einsatzbereitschaft zu zollen", findet Stadtbrandmeister Jürgen Duckert. Diese besondere Atmosphäre der Zusammengehörigkeit spüren auch die jüngsten Feuerwehranhänger. "Das Gewinnen ist nicht so wichtig. Hauptsache es macht Spaß. Ich habe bei der Feuerwehr schon neue Freunde gefunden und Olaf ist auch ganz cool!", schwärmt der zehnjährige Luis Bormann aus Angermünde, der seit einem Jahr bei der Jugendfeuerwehr mitmacht und sich für das Funken begeistert. "Ich will es bis zu den Erwachsenen schaffen", sagt der Zehnjährige überzeugt. Im Alter zwischen 6 und 8 Jahren können Kinder in die Jugendfeuerwehr kommen. Mit 17 wechseln sie in den aktiven Dienst. "Doch viele gut ausgebildete junge Leute verlieren wir leider gerade dann, weil sie Ausbildung oder Studium beginnen", bedauert Olaf Taddey.

Kontakt: stadtjugendwart@ angermuender-feuerwehr.de

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Luis Bormann 11.12.2015 - 22:23:20

Die großen Helden des Alltages

Schon lange bin ich Luis Bormann keine 10 Jahre mehr. Ich bin 13 und somit bin ich schon fünf Jahre in der Jugendfeuerwehr Angermünde. Es bereitet mir immer noch Spaß etwas Neues in Theorie oder Praxis zu erlernen. Unser damals kleines Team aus ungefähr einer Wettkampfmannschaft hat sich innerhalb der Jahre um ein doppeltes vergrößert. Wir sind jetzt etwa 15 Kinder in der Feuerwehr, von klein bis groß. Auf unserem Jahresplan steht außer Fahrzeugkunde, technische Hilfeleistung u.v.m auch Ausflüge wie z.B. der Freizeitpark Belantis oder ein Besuch bei der Wasserschutzpolizei. Wir bezahlen für die Feuerwehr kein Geld um Mitglied zu sein und jetzt sollte man denken für dass man nichts bezahlt das kann auch nicht gut sein. Das Gegenteil ist der Fall, Olaf Taddey und Veronika Fleke- Taddey geben sich große Mühe und sind mit sehr großer Leidenschaft dabei. Wenn man bei der Feuerwehr ist denkt man, man wäre zuhause. Olaf und Veronika geben ein das Gefühl man sei geborgen und das finde ich echt super. Immer sind sie da und nehmen sich Zeit für uns. Ihr halbes Leben besteht aus der Feuerwehr und das finde ich wirklich bemerkenswert. Danke das ihr immer für uns da seid und man immer mit euch reden kann wenn man Hilfe braucht Dankeschön für die tolle und noch kommende Zeit Euer Luis 

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