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Heimat- und Geschichtsvereins erinnert an historischen Ort und erzählt Geschichte der Oderbruchbahn

Informationstafel am alten Bahnhof Kerstenbruch

Monika Kaiser (l.) und Marion Schuster sind stolz auf die neueste Tafel über den Bahnhof Kerstenbruch.
Monika Kaiser (l.) und Marion Schuster sind stolz auf die neueste Tafel über den Bahnhof Kerstenbruch. © Foto: Andreas Karpe-Gora
Nadja Voigt / 31.05.2013, 07:45 Uhr
Kerstenbruch (MOZ) Eine neue Informationstafel ziert den alten Bahnhof in Kerstenbruch. Und erinnert in Wort und Bild an die Geschichte der Oderbruchbahn. Insgesamt hat der Heimat- und Geschichtsverein Neulewin bereits zehn solcher Informationstafeln aufgestellt. Unter dem Motto "Schau mal hin" geben sie Auskunft über das Schul- und Bethaus, den Lewin-Graben, die Kirche Neulewin, das Rittergut Neulewin, die Schule, oder den Moserhof.

Eben die Orte, die Besuchern und Einheimischen etwas zu erzählen haben. "Denn auch viele Einheimische wissen ziemlich wenig über ihre Geschichte", sagt Marion Schuster vom Heimat- und Geschichtsverein. "Dafür sind die meisten Zugezogenen sehr interessiert", ergänzt Monika Kaiser. An sie und die vielen Radfahrer richten sich die Informationstafeln, die kurz und bündig über wichtige Ereignisse, Gebäude oder Anlässe informieren.

Die zahllosen Daten, Geschichten und Fakten haben die Mitglieder des Neulewiner Vereins aus der Chronik, alten Büchern und dem Internet zusammengetragen sowie eigene Recherchen angestellt. Die Umsetzung wurde aus eigenen Mitteln, vor allem aber aus Spenden finanziert. "Und so eine Tafel ist nicht billig", sagt Monika Kaiser. Knapp 800 Euro kostet die zehnte und größte Informationstafel des Vereins. Deshalb ist es auch die größte Angst der engagierten Damen, dass sie Vandalismus zum Opfer fallen könnte.

Im Mai 2005 hatten die Vereinsmitglieder den früheren Bahnhof aus dem Dornröschenschlaf geholt. Das Wartehäuschen wurde gemalert, die Bank hineingestellt. Nun lädt der historische Ort zum Unterstellen, Informieren und Verweilen ein. Dabei soll er auch als Informationspunkt dienen, Auskunft zu Gaststätten und Unterkünften in der näheren Umgebung bieten. Deshalb schmückt das steinerne Häuschen auch ein rotes "I".

Mit der zehnten Tafel wurde auch die vorerst letzte angebracht. "Erst einmal sind keine weiteren geplant", sagt Monika Kaiser. Ihre Kräfte bündeln die zehn aktiven Mitglieder nun für eine Beteiligung am Dorffest, Zuarbeiten bei Feuerwehr- und Firmenjubiläen, Anfragen von Familienangehörigen, die nicht (mehr) in der Gemeinde Neulewin leben.

Darüber hinaus halten sie die Heimatstube Neulewin offen. Sie ist seit dem 1. Mai und noch bis 13. Oktober immer Sonnabend, Sonntag und an Feiertagen von 14 bis 16 Uhr sowie auf Nachfrage geöffnet.

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