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Engagement zur Erhaltung des Baudenkmals gewürdigt

Urkunde für Kunower Dorfkirche

Sorgfältige Erhaltung: Restauratorin Johanna Bethke bei Arbeiten in der Kunower Kirche. In diesem Jahr sollen die Dächer über Chor und Schiff neu eingedeckt werden
Sorgfältige Erhaltung: Restauratorin Johanna Bethke bei Arbeiten in der Kunower Kirche. In diesem Jahr sollen die Dächer über Chor und Schiff neu eingedeckt werden © Foto: MOZ/Oliver Voigt
Rosemarie Weißmüller / 26.06.2013, 07:56 Uhr
Kunow (MOZ) Zur Mitgliederversammlung des Fördervereins der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (KiBa) trafen sich kürzlich rund 250 Mitglieder des Vereins in Schwerin. Unter ihnen war auch eine kleine Delegation aus Kunow. Deutschlandweit gehören dem Verein bereits mehr als 2500 Einzelpersonen, Unternehmen und Kirchengemeinden an.

Die Mitgliederversammlung fand im feierlichen Rahmen im Goldenen Saal des Neustädtischen Palais in Schwerin statt, das Sitz des Justizministeriums des Landes Mecklenburg-Vorpommern ist. Die Justizministerin Uta-Maria Kuder persönlich sprach ein Grußwort an die Anwesenden, in dem sie das Engagement der Stiftung und der Mitglieder des Förderkreises zur Erhaltung der vielen Kirchen besonders im Osten der Republik würdigte. Dafür stehe auch das Motto der Stiftung: "Die Kirchen eines Ortes sind Gottes-Häuser für die Christen, Kultur-Häuser für Touristen und Heimat-Zeichen für die Einwohner. Drei Gründe, sie zu bewahren, damit wir für unsere Nachfahren tun, was unsere Vorfahren für uns getan haben", sagte die Ministerin.

In diesem Sinne sprachen auch der Propst der Probstei Wismar Karl-Matthias Siegert und der Vorstandvorsitzende der Stiftung KiBa Eckhardt von Vietinghoff ihre Grußbotschaften an die Mitgliederversammlung und die geladenen Gäste.

Zu den Eingeladenen zählten Vertreter des Kunower Dorfvereins, die sich im Rahmen des Freundeskreises Sanierung Kunower Dorfkirche seit Jahren um die Einwerbung finanzieller Mittel für die dringend notwendige Kirchensanierung bemühen. In Schwerin dabei waren Werner Mundt und Rosemarie Weißmüller sowie als Vertreter der Kirchengemeinde Pfarrerin Christa Zepke und Michael Riedel. Anlass dafür war die Verleihung der Ehrenurkunden für die Erstplatzierten der Wahl zur KiBa-Kirche des Jahres 2012. Die Kunower Kirche war als einzige Dorfkirche unter den ersten Dreien. Dementsprechend nahmen alle mit großer Freude, aber auch Aufregung diese öffentliche Ehrung entgegen.

Für Besucher bietet die Kunower Kirche zurzeit den Anblick einer großen Baustelle. In diesem Jahr sollen die beiden Dächer über Chor und Schiff neu eingedeckt werden. Das war dringend notwendig, weil es an vielen Stellen Undichtigkeiten gab, die die Bausubstanz der Kirche gefährdeten. Die Sanierung des schiefen Kirchturms soll sich anschließen.

Dafür benötigen die Kunower und die Kirchengemeinde jede erdenkliche Unterstützung.Deshalb freuten sich auch alle Beteiligten über die öffentliche Anteilnahme an der Kunower Kirche. Die Verleihung der Ehrenurkunde ist sowohl eine Würdigung der bisher geleisteten Arbeit als auch ein Ansporn für die noch zu erledigenden Aufgaben.

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