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Verein und Freiwillige sorgen für Zusammenhalt

Feste auf einem schönen Fleckchen Erde

Eva-Martina Weyer / 01.07.2013, 08:00 Uhr
Herzsprung/Altkünkendorf (MOZ) Bierzeltgarnituren und Kuchenbleche waren in Herzsprung und Altkünkendorf zurecht gerückt. Einwohner feierten mit ihren Gästen und alte Bekannte trafen sich wieder. Die Dorfgemeinschaft blühte auf bei selbst organisierten Festen.

Acht schnurrende Spinnräder, selbstgebaute Bumerangs mit mündlicher Wurfanleitung von Klaus Binder, Aquarelle vom Schwedter Malkreis Franz Nolde, Trödel und Antikes - das waren nur einige Kennzeichen des Herzsprunger Marktes mit rund 40 Ständen. Den Weg dorthin und zum gemähten Parkplatz wiesen freundliche Feuerwehrmänner.

Der siebenjährige Fabien Carmesin aus Schwedt hat am Sonnabend seine ersten Geschäftserfahrungen gemacht. Er half am Stand seiner Eltern und pries mit entwaffnender Freundlichkeit alte Gläser, Kerzenständer und Blumenvasen an. Viel Wissenswertes erfuhren Besucher am Stand des Kartographen Gunter Kaiser. Er lebt seit 13 Jahren in Herzsprung, hat die ganze Uckermark abgelaufen und Wanderkarten gezeichnet. Neun Wanderkarten im handlichen Brusttaschenformat hat Gunter Kaiser herausgegeben. So manchen Festbesucher hat er an seinem Kartenstand zu einem Ausflug inspiriert.

Die Fäden der Organisation liefen auf diesem Sommerfest bei Karin Herms zusammen. Gern wollte sie sich ins Grüne in den Halbkreis der Spinnfrauen setzen und selbst ihr Rad schnurren lassen. Doch dazu kam sie selten.

Zu den Spinnfrauen, die sich reihum in der ganzen Uckermark treffen, gehörten Barbara Kottlowski und Gerlind Korb. Beide wissen aus jahrelanger Erfahrung: "Beim Spinnen wird der Geist sortiert." Die Schafwolle locker in der Hand halten, sie mit Daumen und Zeigefinger zum Faden führen und gleichzeitig mit dem Fuß das Rad antreiben - das hat etwas Beruhigendes.

Ortsvorsteher Jürgen Bewer aus Altkünkendorf kommt ins Schwärmen, wenn er an den Kultur- und Heimatverein denkt. Der Verein betreibt den Info-Stützpunkt Grumsiner Wald. In dieser Woche beginnt am Stützpunkt der Bau eines Parkplatzes. "Menschen auf den Dörfern sind bereit, aktiv mitzumachen für ihr Dorf und den Nachbarn", freut sich Jürgen Bewer.

Ähnlich sieht das auch Helmut Beckmann, der über die Dorfgemeinschaft staunte. Er kommt aus Münster in Westfalen und macht gerade in Wolletz Urlaub. Am Sonnabend war er nach Altkünkendorf gefahren. "Sehen Sie sich diese Landschaft an. Dort hinten gibt es einen kleinen See, dann dieser Wald. Solche Flecken hat man in der Uckermark am laufenden Band, und in den Dörfern spürt man die Gemeinschaft."

Birgit Pöschl vom Kultur- und Heimatverein hatte wieder die Kuchentheke zu verantworten. 18 runde und eckige Bleche hatten die Dorffrauen gebacken. "Da musste ich nicht lange fragen", freute sich Birgit Pöschl.

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