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Inge Bock von der Dorfakademie Höhenland bietet in Alttrebbin dreitägiges Kräuterseminar an

Kinder bereiten Bowle aus Blüten und Saft zu

Vanessa (9), Johanna (6) und Kimberly (8) bereiten Tee aus selbst gesammelten Kräutern zu. Lan (6) sammelt lieber Schnecken und schaut daher den Mädchen zu.
Vanessa (9), Johanna (6) und Kimberly (8) bereiten Tee aus selbst gesammelten Kräutern zu. Lan (6) sammelt lieber Schnecken und schaut daher den Mädchen zu. © Foto: Sören Tetzlaff
Steffen Göttmann / 12.07.2013, 07:45 Uhr
Alttrebbin (MOZ) Kyra (9) und Lena (10) aus Bad Freienwalde sammeln im Garten Blüten von Kapuzinerkresse, Schafgarbe sowie Ringelblume und weichen sie in Apfelsaft ein. Als so genannte Blütenbowle schmeckt sie anschließend noch besser. Vanessa (9) aus Neulewin rührt Zitronenmelisse und Lavendel in heißem Wasser, um Tee herzustellen.

"Wir experimentieren mit Kräutern", sagt Inge Bock. Die promovierte Chemikerin bietet im Rahmen der Dorfakademie Höhenland des Vereins Landblüte ehrenamtlich in ihrem großen Garten in Alttrebbin Kräuterseminare für Kinder an.

"Als wir im Jahr 2002 herkamen war hier nichts außer Brennnesseln", sagt Inge Bock. Sie pflanzte Beeren, Rosen und Gemüse an, setzte Obstbäume. Dann entdeckte die Alttrebbinerin die Kräuterkunde für sich und absolvierte eine Ausbildung zur Phytotherapeutin, was übersetzt einer Kräuterkundlerin nahe kommt. Das naturwissenschaftliche Grundwissen hatte sie als Chemikerin ohnehin.

Sechs Kinder nehmen an dem Seminar teil. "Mehr geht nicht, da wir nur sechs Schlafstätten haben", sagt Inge Bock. "Mach selber" steht auf den Schürzen, die sich Inge Bock und die Kinder umgebunden haben. Deshalb steht die praktische Arbeit im Vordergrund. Das Seminar startete am Mittwoch. Nach der Kennenlernphase rührten die Kinder bereits einen Kräuterquark fürs Abendessen zusammen. "Der schmeckte gut", lobt Vanessa. Donnerstagmittag gab es eine Kräutersuppe und am Abend eine Kräuterpizza. Heute zum Abschluss stellen die Kinder eine Heilsalbe aus Ringelblumen, Schafgarbe und Himbeerblättern her und bereiten den Eltern ein Überraschungsessen zu.

"Die Kinder sollen lernen, was vor der Haustür wächst und wie man sich mit heimischen Kräutern einen Hustentee kochen kann", sagt Inge Bock. Das Wissen der Großeltern, das vielfach verloren gegangen ist, will sie mithilfe solcher Seminare wiederbeleben. Sie selber vermehrt Saatgut von Kräutern und gibt es gerne weiter.

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Franz 12.07.2013 - 21:55:03

Kompliment

Obwohl Frau Dr. Inge Bock bei der BI Windspiele und für die Alternative für Deutschland viel Zeit aufwendet, nimmt Sie sich auch viel Zeit für Kinder, um Ihnen die Natur und das Leben praktisch zu erklären. Nicht Windräder und Euros sind unsere Zukunft! Man sieht bei dem Engagement von Frau Dr. Inge Bock, daß unsere Zukunft nicht Alternativlos ist.

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