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Breydin und Sydower Fließ kooperieren

Neuer Bauhof zieht Halbzeitbilanz

Brigitte Horn / 03.08.2013, 07:41 Uhr
Breydin/Sydower Fließ (MOZ) Die Hälfte der Testzeit für die Neuorganisation des Bauhofs für Breydin und Sydower Fließ ist vorüber. Für vorerst ein Jahr hatten die beiden Orte den Kommunalservice BSF zum 1. Januar 2013 gegründet. Die Bilanz nach nun mehr als einem halben Jahr fällt zufriedenstellend aus.

Die Auflösung des Amtshofes der Gemeinden, die vom Amt Biesenthal-Barnim verwaltet werden, löste nicht nur Freude aus. Gerade einige der kleineren Gemeinden hätten den Amtshof lieber behalten. Doch nach gut einem halben Jahr hat man sich, wie in Breydin und Sydower Fließ, auf die neue Situation eingestellt und ist ganz zufrieden. "Wir haben überlegt, dass es nicht gut wäre, wenn eine Gemeinde mit einem Gemeindearbeiter allein die Arbeit organisiert. Das bringt in der Urlaubszeit Probleme und wenn mal jemand krank wird", erklärt Breydins Bürgermeister Peter Schmidt. Deshalb habe man sich mit der Gemeinde Sydower Fließ zusammengeschlossen. Jede Gemeinde hat einen Gemeindearbeiter, die auch zusammenwirken.

In einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung sind die Einzelheiten festgehalten worden.Danach werden die Festlegungen zu den fälligen Arbeiten von den Bürgermeistern beider Gemeinden in gemeinsamer Absprache getroffen. Die Arbeiter der Gemeinden können sich auch gegenseitig vertreten. Personalentscheidungen zum Gemeindearbeiter trifft aber jede Gemeinde selbst, heißt es im Paragrafen 2 der Vereinbarung.

Darin geregelt ist unter anderem auch, dass die erforderliche Kommunaltechnik in einem Pool zusammengefasst wird. Der hat seinen Platz auf dem Gelände der Grüntaler Grundschule. An Technik wurde ein VW-Kipper mit einem Ladearm angeschafft. Damit kann schon einiges bewegt werden, ist Schmidt zufrieden über die gemeinsame Anschaffung von Breydin und Sydower Fließ. "Außerdem haben wir als Gemeinde selbst auch Mähtechnik für 11 000 Euro erworben", ergänzt er und meint, wenn man wenig Personal habe, dann brauche man besonders leistungsfähige Technik. Für den Gemeindearbeiter aber auch für zwei zusätzliche Arbeitskräfte, die über das Arbeitsamt finanziert werden, stehen im Keller des ehemaligen Schlosses auch ein Aufenthalts- und ein Sanitärraum bereit.

"Mit der neuen Lösung bin ich wirklich zufrieden, und es klappt wunderbar", sagt Breydins Bürgermeister. Auch sein Stellvertreter Holger Lampe sieht das so: "Es gibt nichts zu meckern"

"Das Team hat sich gut eingespielt und zu kooperieren, war eine gute Idee", gibt es Lob vom amtierenden Bürgermeister von Sydower Fließ, Klaus-Peter Blanck. Die Arbeit der Gemeindearbeiter sei solide, termingerecht und umsichtig, zeigt er sich zufrieden. Auch im Winterdienst hätten sich die beiden Gemeindearbeiter bewährt. Die vielen zusätzlichen Stunden seien inzwischen auch durch Freizeit abgegolten worden. Allerdings ist die finanzielle Belastung, die die Etablierung des Kommunalservice BSF mit sich bringt, enorm.

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