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Zweitägiges Flugfest des Preussen-Modellflug-Clubs auf dem Verkehrslandeplatz Eggersdorf

Waghalsige Manöver in der Luft

Beeindruckend: Der Bernauer Jürgen Soban zeigte, was er mit seiner Ultimate Dash 300 S alles anstellen kann.
Beeindruckend: Der Bernauer Jürgen Soban zeigte, was er mit seiner Ultimate Dash 300 S alles anstellen kann. © Foto: MOZ Gerd Markert
Detlef Klementz / 05.08.2013, 07:45 Uhr - Aktualisiert 05.08.2013, 10:27
Eggersdorf/Mü (MOZ) Der Preussen-Modellflug-Club Berlin-Brandenburg hatte am Wochenende wieder zum Flugfest auf den Verkehrslandeplatz Eggersdorf bei Müncheberg geladen. Trotz der großen Hitze hatten Modellpiloten aus verschiedenen Teilen der Bundesrepublik und Schaulustige ihren Spaß.

Werner Rudolf wischt sich am Sonnabend den Schweiß von der Stirn. "Es ist einfach zu heiß", sagt der Berliner. Er war mit seiner Frau nach Eggersdorf gekommen. "Mein Mann baut nämlich selbst Modelle", verriet seine Frau, während er einen Helikopter beobachtete, der mit waghalsigen Manövern mal ganz tief über den Erdboden und dann wieder kerzengerade hoch in den Himmel schoss.

Auch Jürgen Soban schaute sich die Helikopter-Vorführung an. Der Bernauer hatte zuvor seine Ultimate Dash 300 S aufsteigen lassen. Das Flugzeug gehörte im Maßstab 1:2 mit einer Spannweite von 2,7 Metern zu den größten der rund 40 gezeigten Modelle. Herzstück ist ein Boxermotor mit 19 PS und zwei Liter Hubraum. Nun sitzt der 30-Jährige mit Frau und Hund unter einem großen Sonnenschirm.

Ein Stück entfernt haben sich Jürgen Ackermann, Bernhard Dresdner und Detlef Kühler niedergelassen. Die Berliner sind mit ihren Dornier Do 27 und ihren zwei Fallschirmspringern gekommen, die sie später aus der Maschine abspringen lassen werden. "Der Bauch der Springer ist voller Elektronik", sagt Ackermann. Das Flugzeug im Maßstab 1:4,3 wiege 16 Kilo - ohne Springer - und sei 2,25 Meter lang. Die Spannweite geben die Modellbauer mit 2,8 Metern an. Wie ihre Frauen damit klarkommen, dass sie sich an Wochenenden häufig auf Flugfesten rumtreiben? Zwei von ihnen witzeln herum, für Bernhard Dresdner ist das kein Problem. Er hat seine Frau auf dem Flugplatz kennen gelernt. Die Nacht wollen die drei Berliner wie manch andere Teilnehmer im Campingdorf am Rande des Verkehrslandeplatzes verbringen.

Vereinsvorsitzender Frank Mateschka freut sich über die Gäaste, beispielsweise auf Cottbus und Ratzeburg (Schleswig-Holstein). Und er freut sich über den Zuspruch: "Bei der Hitze geht man ja wohl lieber baden als in den Himmel zu schauen." Um wenigstens etwas Linderung zu schaffen, hat der 1994 gegründete Verein mit seinen derzeit 28 aktiven Mitgliedern eine Dusche aufgebaut. Auch für ausreichend kühle Getränke ist gesorgt.

Unter einem Sonnendach bastelt Günter Flöter sogenannte Wurfgleiter. Gefertigt werden sie aus Depron, eine Art Styropor. Der 76-jährige Berliner ist leidenschaftlicher Ultraleichtflieger und kümmert sich zudem um den Vereinsnachwuchs. Konkret leitet er an der Müncheberger Oberschule eine Arbeitsgemeinschaft Flugmodellbau. Im vergangenen Jahr waren neun Schüler dabei, "Mal sehen, wie es jetzt aussieht", sagt er.

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