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Erneuertes Storchennest in Garzau mit Feuerwehrhilfe installiert

Adebar kann wieder kommen

Thomas Berger / 04.11.2013, 07:18 Uhr
Garzau (MOZ) Weniger um Brand- denn Naturschutz im weiteren Sinne ging es am Sonnabendvormittag bei einem besonderen Einsatz der Garzauer Feuerwehr. Mit vereinten Kräften wurde das erneuerte Storchennest in der gleichnamigen Kleingartenanlage wieder auf dem Schornstein des alten Pumpenhauses installiert. Zusätzliche Unterstützung, ohne die das Vorhaben kaum gelungen wäre, gab es mit der großen Drehleiter der Fredersdorfer Feuerwehr.

An deren Korb wurde Adebars "renovierte" Wohnstätte mit Seilen befestigt und in die Höhe gehoben, dort vorsichtig auf dem Podest abgeladen. Julian Hamich und Christoph Berg im Korb kam dann noch die Aufgabe zu, das Nest gut zu befestigen. Schließlich soll es auch stürmischen Tagen standhalten. "So etwas hat man nicht alle Tage. Es hat Spaß gemacht", sagten die beiden jungen Männer, als sie wieder zu ebener Erde standen. Auf Dutzenden Bildern ist die Aktion festgehalten, denn knapp 20 Mitglieder der Kleingartenanlage verfolgten - oft mit Fotoapparat oder Handykamera - das Geschehen aufmerksam.

Darunter nicht zuletzt Heidrun Barthelmai und Karin Hill, denen Kleingarten-Vereinsvorsitzender Ralf Wienkoop neben Feuerwehrchef Burkhard Miesterfeld und Bürgermeisterin Jana Hinkel besonders dankte. Schließlich hatten sie sich als fachkundige Nestbauerinnen betätigt, nachdem sich das Team vorher extra in Linum wichtige Anregungen besorgt hatte. Weidenzweige, Birkenreisig, zwei Jahre altes Stroh und Holzwolle waren die Baumaterialien, zählte Heidrun Barthelmai auf.

Nun kann Adebar nächstes Frühjahr kommen und im runderneuerten Quartier seine Jungen aufziehen, wünschte sich Wienkoop mit einem Gedicht. Bis 1997 hatten die Störche regelmäßig hier genistet. Eine erste Nesterneuerung gemeinsam mit dem Naturschutzbund (Nabu) bald nach der Jahrtausendwende war indes nicht von Erfolg gekrönt, berichteten die jetzigen Initiatoren während der abschließenden Stärkung bei Kaffee und Kuchen. Nun gebe es berechtigte neue Hoffnung.

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