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Abschleppwagen muss Fahrzeug aus Bruchhagener Schleichweg-Umleitung ziehen

Bus versackt im Modder

Oliver Schwers / 06.11.2013, 07:43 Uhr
Bruchhagen (os) Ein Bus der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft (UVG) ist im Modder der Umleitungsstrecke bei Bruchhagen liegen geblieben. Der Fahrer musste auf dem Plattenweg in den Wiesen zwischen Günterberg und Bruchhagen einem entgegenkommenden Auto ausweichen. Der Bus geriet dadurch von den Betonplatten und versackte im Matsch. Personen kamen nicht zu Schaden. Ein herbeigerufenes Ersatztaxi beförderte die beiden Fahrgäste nach 45-minütiger Wartezeit an ihre Zielorte. Der ursprünglich aus Gramzow kommende Bus der Linie 450 musste nach Angaben der UVG von einem Abschleppwagen aus dem Morast gezogen werden.

Ursache ist die Baustelle an der Sernitzbrücke in Greiffenberg. Hier herrscht seit Ende Oktober eine Vollsperrung auf der B 198 durch einen Brückenbau, der ein Jahr in Anspruch nehmen soll. Aufgrund der langen Umleitungsstrecke über Schönermark suchen jedoch viele Autofahrer einen Schleichweg über Bruchhagen und Günterberg. Der führt durch die Wiesen der Sernitzniederung und anschließend über Kopfsteinpflaster. Der Weg ist für starken Verkehr völlig ungeeignet und wurde im Vorfeld der Bauarbeiten nur notdürftig hergerichtet. Vor allem größere Transporter und Lieferfahrzeuge verursachen bei Gegenverkehr einen Nothalt, weil es zu wenig Ausweichmöglichkeiten auf dem landwirtschaftlichen Weg gibt. Das Problem taucht vor allem in Pendlerzeiten auf.

Die UVG muss nun die Kosten für Ausfall, Ersatztaxi und Bergung übernehmen. Nach Angaben eines Augenzeugen soll es sogar zu einer leichten Beschädigung des Busses gekommen sein.

Wie sich die Situation auf dem Schleichweg im Winter darstellt, weiß noch niemand. Die UVG geht davon aus, dass die Strecke geräumt wird, um ihren Bussen die Fahrt zu ermöglichen. Es ist der kürzeste Weg, um den Fahrplan einzuhalten.

Anwohner des Zolldamms in Greiffenberg beobachten indessen täglich zahlreiche Lastwagen, die offenbar nicht auf die Umleitungsschilder der Vollsperrung geachtet haben. Die Lkw aus Richtung Angermünde müssen an der Baustelle an der Sernitz stoppen und rückwärts die Bundesstraße wieder hinauffahren. Auch viele Pkw aus Richtung Autobahn stehen unvermittelt vor dem Zaun und wenden. "Kein Wunder, das in Kerkow stehende Richtungsschild zur Autobahn ist gar nicht durchgestrichen worden", kritisiert Anwohner Ulf Scheer. Stattdessen steht der Umleitungshinweis auf der Angermünder Ortsumgehungsstraße.

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Moni 06.11.2013 - 18:46:03

Profis am Werk!

So sieht professionelle Verkehrsplanug hierzulande halt aus. Auch an dieser Stelle noch einmal mein herzlicher Dank an alle Verantwortlichen! Sind ja nurnoch 355 Tage...

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