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"Buddelflink" seit Freitag offizielle Kneipp-Kita / Becken im Frühjahr fertig

Wassertreten mit Zertifikat

Wasser fehlt noch: Die Kinder von "Buddelflink" freuen sich auf das Frühjahr, wenn das Kneipp-Becken mit Wasser gefüllt ist. Daniela Nieclaus (hinten links) hält die Plakette hoch, mit der der Kneipp-Verein die Kita offiziell anerkennt.
Wasser fehlt noch: Die Kinder von "Buddelflink" freuen sich auf das Frühjahr, wenn das Kneipp-Becken mit Wasser gefüllt ist. Daniela Nieclaus (hinten links) hält die Plakette hoch, mit der der Kneipp-Verein die Kita offiziell anerkennt. © Foto: MOZ/Andrea Weil
Andrea Weil / 14.12.2013, 07:45 Uhr
Hohenreinkendorf (MOZ) "Buddelflink" ist am Freitag vom Kneipp-Bund Berlin-Brandenburg als Kneipp-Kita anerkannt worden. Seit eineinhalb Jahren arbeiten die Erzieherinnen nach der Naturheilmethode. Zahlreiche Sponsoren haben 13 000 Euro für ein Wassertretbecken zusammengebracht.

"Wir lieben das Wasser, es härtet uns ab. Es bringt unseren Kreislauf mächtig auf Trab." Die Kinder der Kita "Buddelflink" haben sogar ein Kneipp-Lied für ihren Gast parat. Joachim Rudolph, Vizepräsident des Bundesverbands für Gesundheitsförderung und Prävention, brachte am Freitag die Plakette vorbei, die künftig die anerkannte Kneipp-Kita zieren wird.

Die bekannteste Anwendung von Sebastian Kneipps Lehre, das Kneipp-Becken zum Wassertreten, ist allerdings erst im Frühjahr endgültig betriebsbereit. 13 000 Euro hat der Bau gekostet. 37 Sponsoren haben sich daran beteiligt, neben Stadt und Amt Gartz auch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, Gartzer Straßen- und Tiefbau, Firmen, Vereine und Familien. Kita-Leiterin Daniela Nieclaus bedankte sich vor allem bei den Eltern, die bei zahlreichen Arbeitseinsätzen dabei waren.

Allerdings ist das Wasserbecken nur ein Teil der Kneipp-Philosophie - und war auch nicht zwingend notwendig für die Zertifizierung, sagte Joachim Rudolph. Schon jetzt laufen die Kinder täglich barfuß durch Tau und im Winter durch Schnee. In Waschbecken machen sie kalte Armbäder, massieren sich mit Bürsten, sind jede Woche im Wald unterwegs und ernähren sich gesund. Die Kita-Mitarbeiterinnen haben sich zu Gesundheitserzieherinnen fortbilden lassen. Das Frühstück bereiten sie mit den Kindern zusammen in der Einrichtung zu und trinken Kräutertee aus ihrem eigenen Kita-Garten. "Es ist eine Herausforderung, Kneipp in den Kita-Alltag zu integrieren", sagte Joachim Rudolph.

Doch es lohne sich: Nach Erfahrungen des Verbands gibt es in Kneipp-Kitas fast ein Drittel weniger Krankheitsfälle als in anderen. 2001 ist die erste Kita in Deutschland zertifiziert worden, mittlerweile sind es über 330. "Buddelflink" ist die 50. im Verbandsgebiet Berlin-Brandenburg.

Dabei ist die Idee auch ein wenig aus der Not geboren, erzählte Daniela Nieclaus: "Wir sind eine kleine Einrichtung und haben früher um unser Überleben gekämpft. Deshalb war klar, dass wir etwas Besonderes werden mussten." Die Gesundheit der Kinder in den Vordergrund zu stellen, sei da die richtige Entscheidung gewesen, lobte der SPD-Landtagsabgeordnete Mike Bischoff, der die Kita bei Fördermittelanträgen unterstützt hatte. "Ohne solch engagierte Leute kriegt man nichts in Bewegung."

Gernot Wedewardt ist einer der Väter, die sich für die Kneipp-Kita engagiert haben. "Man kann das eigentlich nur positiv sehen", meint er. Auch ohne wissenschaftlichen Beweis hat er persönlich den Eindruck, dass die Anwendungen seinem Sohn gut tun. "Vor allem ist es schön, dass alle an einem Strang ziehen", meint er. Den Kindern jedenfalls gefällt es. Im Schnee laufen sei "schön warm", meint der sechsjährige Nils Markhoff - die Füße werden gut durchblutet.

Und auch wenn sich Nils über die Schokolade von Bürgermeister Burkhard Fleischmann freute: "Ich esse am liebsten Äpfel und Möhren und Banane."

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GW 27.03.2014 - 21:53:31

Politisches Schaulaufen im Kindergarten

Es ist traurig wie von Leuten die am wenigsten dazu beigetragen haben ein politisches Schaulaufen und ein selbst beweihräuchern veranstaltet wird. Dieses sich in den Mittelpunkt spielen nach dem Motto: Ich möchte auch auf das Foto zwischen den Kindern, dass mich und meine Partei alle sehen ist einfach nur katastrophal, überzogen und peinlich. So hat es die Mehrheit jedenfalls empfunden. Ein Dank an alle die wirklich geholfen haben und sich wie so oft im Hintergrund halten und das Erreichte auch ohne eine große Bühne genießen können.

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