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Neuer Kommandowagen für Amtswehr

An ihrem neuen Arbeitsplatz: Der neue Kommandowagen der Amtswehrführung um Amtsbrandmeister Henri Mandke (r.) und seinen Stellvertreter Mario Strehmann bietet erstmalig gute Arbeitsbedingungen für die Feuerwehrleute
An ihrem neuen Arbeitsplatz: Der neue Kommandowagen der Amtswehrführung um Amtsbrandmeister Henri Mandke (r.) und seinen Stellvertreter Mario Strehmann bietet erstmalig gute Arbeitsbedingungen für die Feuerwehrleute © Foto: MOZ/Nadja Voigt
Nadja Voigt / 10.01.2014, 08:08 Uhr
Alttrebbin (MOZ) Der neue Kommandowagen des Amtes Barnim-Oderbruch ist eine langersehnte Anschaffung für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr. Untergekommen ist das Dienstauto der Amtswehrführung bei der Alttrebbiner Feuerwehr. Dort zeigt Ortswehrführer und Amtsbrandmeister Henri Mandke gerne, was das rote Gefährt alles kann.

Es ist die wichtigste Anschaffung des zu Ende gegangenen Jahres: Der neue Kommandowagen für die Amtswehrführung des Amtes Barnim-Oderbruch. "Wir haben spätestens beim Oderhochwasser 2010 gemerkt, wie dringend die Anschaffung wäre", erinnert sich Amtsbrandmeister Henri Mandke zurück.

Wo früher auf den Knien in einem Block oder auf losen Blättern das Einsatztagebuch geführt wurde, steht nun ein moderner Arbeitsplatz zur Verfügung. Denn jeder Funkspruch und jeder Befehl müssen dokumentiert werden. Dafür wurden in dem Transporter die Sitzbank gedreht und ein Tisch eingebaut, der Platz für einen Laptop und einen Drucker bietet.

Vorher hatte der Transporter einfach nur neun Sitze - und damit denkbar schlechte Arbeitsbedingungen für die Feuerwehrführung. Der gehört auch Mario Strehmann aus Prötzel neben Andreas Dewitz aus Neuranft als stellvertretender Amtsbrandmeister an. "Neben einer Klimaanlage und einer Standheizung verfügt der Kommandowagen auch über eine 230-Volt-Einspeisung", erklärt der Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Prötzel. Damit können nun auch die Funkgeräte und Handscheinwerfer geladen sowie der Computer und der Drucker betrieben werden.

"Außerdem ist mit der Funkantenne und der Verkabelung alles für den Digitalfunk vorbereitet", ergänzt Alttrebbins Ortswehrführer Henri Mandke. Das wird in diesem Jahr der größte Posten für die Feuerwehren im Amt Barnim-Oderbruch werden. 95 000 Euro sind im Haushaltsjahr 2014 dafür eingeplant. Zu groß ist die Angst der Amtswehrführung, sonst von der Außenwelt abgeschnitten zu sein, wenn sukzessive alle benachbarten Wehren brandenburgweit auf Digitalfunk umsteigen.

Der Kommandowagen hat knapp die Hälfte gekostet. "Im Januar wurde der Auftrag zum Umbau deutschlandweit ausgeschrieben und im April vergeben", erklärt Henri Mandke das Prozedere. Reibungslos hätte die Zusammenarbeit mit der Spezialfirma geklappt, nur einmal habe es eine Baubesprechung vor Ort gegeben. Zum Ende des Jahres 2013 dann konnte der fertige Kommandowagen aus Bayern abgeholt werden.

Er verfügt auch über eine zweite Sprechstelle und hat einen Stromerzeuger hinten drauf. Mario Strehmann öffnet die Heckklappe: Dahinter verbergen sich Absperrmaterial, eine Atemschutz-Überwachungstafel, Bolzenschneider und Brechstange sowie Warnwesten. Zum Einsatz gekommen ist der neue Kommandowagen bislang noch nicht. "Wenn es heißt ,Baum auf Straße', dann werden wir ihn sicher auch nicht brauchen", erklärt Henri Mandke. Gedacht ist das neue Gefährt bei größeren Bränden oder bei Verkehrunfällen. "Also wenn mehr als drei Wehren im Einsatz sind. Darüber hinaus würden wir bei Großeinsätzen den Einsatzleitwagen aus Bad Freienwalde anfordern", so der Amtsbrandmeister weiter.

Doch auch sonst ist der Kommandowagen multifunktional einsetzbar, wie die beiden Feuerwehrmänner bestätigen. Denn immerhin bietet er acht Sitzplätze und ist so auch zum Beispiel für die Jugendfeuerwehr nutzbar. Die bekommt in diesem Jahr darüber außerdem einen Anhänger zur Verfügung gestellt.

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