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Bruchhagener erwarten nach der Brückensanierung Schadensbeseitigung

Sachliche Suche nach Lösungen

Kerstin Unger / 24.02.2014, 06:50 Uhr
Bruchhagen (MOZ) Die Bruchhagener sind verständnisvoller als es die Plakate und Flyer vermuten ließen, die in der vergangenen Woche verteilt wurden. Zumindest gegenüber jenen Autofahrern, die wegen der Vollsperrung in Greiffenberg den Schleichweg durchs Bruch nehmen. Auf einer kurzfristig für Freitagabend einberufenen Einwohnerversammlung, an der rund 20 Bürger teilnahmen, wurde sachlich diskutiert, um eine für alle akzeptable Lösung zu finden.

Ortsbürgermeister Rolf Neujahr hatte als Hausherr die Tür des Bürgerhauses ausgeschlossen. Wolfgang Pfeiffer, Initiator der Protestaktion, machte noch einmal das Anliegen klar: "Die Sperrung der B 198 ist eine Belastung für uns und auch für andere Autofahrer", sagte er. "Wenn ich Greiffenberger wäre, würde ich auch nicht 30 Kilometer Umleitung fahren." Die Frage sei, wie man die Belastung verringern könnte, die noch Monate anhalten soll. Man hätte eher reagieren und auf eine andere Lösung bestehen müssen, wurde argumentiert. Wolfgang Pfeiffer ist der Meinung: "Der Schaden für unser Dorf ist insgesamt größer als die Kosten, die entstehen, wenn man eine ampelgeregelte Spur an der Baustelle schafft".

Vorwürfe gab es an die Stadt Angermünde, man hätte sich im Planfeststellungsverfahren nicht genug stark gemacht für eine solche Lösung. Bewohner Bruchhagens schilderten die Flurschäden, die durch den Umleitungsverkehr durch ihren Ort bereits entstanden sind. Allerdings würden auch die Fahrzeuge durch die ausgefahrenen Wege in Mitleidenschaft gezogen.

Warum kein Vertreter der Stadt oder von den Bauverantwortlichen an diesem Abend anwesend war, wurde gefragt. Er habe eingeladen, aber keiner wollte kommen, meinte der Ortsbürgermeister. Er habe auch den Vorschlag mit der ampelgeregelten Spur über die Brücke schon angesprochen. Der sei aber wegen rechtlicher Probleme bei einer Öffnung als unmöglich bezeichnet worden. Rolf Neujahr schlug vor, die Anliegen der Einwohner aufzuschreiben und an die Stadt zu übergeben. Dazu sollen auch die umliegenden und mitbetroffenen Orte ins Boot geholt werden.

Vor allem verlangen die Bruchhagener, dass nach der Baumaßnahme alle kaputt gefahrenen Grundstücke, Straßen und Gehwege wieder hergestellt werden. Außerdem soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass bald die Frühjahrsbestellung beginnt. Die Wege durch die Wiesen seien von der Landwirtschaft gebaut worden und wollen von den Landwirten auch genutzt werden. Kritisiert wurde erneut die Ausschilderung der Baustelle. Vor allem für ausländische Lkw-Fahrer würden die Hinweise auf die Vollsperrung hinter Angermünde nicht ausreichen.

Beim Treffen der Ortsbürgermeister am Dienstag in Angermünde will Rolf Neujahr die Problematik auch ansprechen.

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