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Am 15. Juni findet auf dem Landgut Falkenberg das 2. Brandenburger Handdruckspritzen-Treffen statt

Was Großvater einst bediente

Iris Stoff / 25.04.2014, 06:21 Uhr - Aktualisiert 09.02.2016, 12:57
Falkenberg (MOZ) Nach der tollen Premiere im vorigen Jahr wird es nun einen Nachschlag geben. Am 15. Juni findet in Falkenberg (Gemeinde Tauche) das 2. Brandenburger Handdruckspritzen-Treffen statt. Mit buntem Programm und Preisverleihung. Auch Minister Jörg Vogelsänger hat sich angesagt.

Von dem Treffen im vergangenen Jahr schwärmen alle Dabeigewesenen noch heute. Es war überwältigend, was die Organisatoren aus dem kleinen 170-Seelen-Dörfchen auf die Beine gestellt hatten. "Daran wollen wir nun anknüpfen. Was der Großvater einst bediente, kann der Enkel hier wieder in Funktion erleben", verspricht Andreas Ruß, der das Landgut Falkenberg besitzt, wo auch eine große Kutschenausstellung zu besichtigen ist. Gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr, dem Landfrauenverein und dem sehr rührigen Dorfclub gehört er zu den Veranstaltern. Unterstützung gibt es auch vom Kreis- und Landesfeuerwehrverband.

Anliegen sei es, mit dem Treffen auf die wichtige Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren einst und jetzt aufmerksam zu machen und auch der Nachwuchsgewinnung etwas Schwung zu geben, betonen die Organisatoren. Auf jeden Fall werden die Besucher, die am Sonntag, dem 15. Juni, nach Falkenberg kommen, reichlich Feuerwehr-Geschichte atmen können. Die Veranstaltung findet übrigens im Rahmen der Brandenburger Landpartie statt.

Um 10 Uhr geht das Fest los. Zum Auftakt ist ein großer historischer "Feuer-Spritzen" Korso geplant. Dabei werden die teilnehmenden Handdruckspritzen in langer Reihe durch das Dorf ziehen, ein Moderator wird Erläuterungen dazu geben. Anschließend werden die historischen Löschspritzen auf einem großen Platz Aufstellung nehmen, wo sie von den Besuchern dann nach Herzenslust betrachtet werden können. Zu dem bunten Programm nach dem Umzug gehört auch ein historischer Löschangriff nass mit Handdruckspritzen. Für zünftige Stimmung auf dem Fest werden Blasmusiker sorgen, rundherum gibt es Markttreiben und Trödel, auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Die drei besten Handdruckspritzen sollen prämiert werden. Dafür haben Sponsoren jeweils 200, 300 und 500 Euro spendiert. Eine Jury, zu der auch Feuerwehrhistoriker gehören, wird die Qual der Auswahl haben. Bewertungskriterien sind unter anderem Alter und Zustand der Feuerspritzen sowie die Art und Weise der Präsentation. Zudem wird noch ein Sonderpreis für den "beliebtesten Gesamteindruck" vergeben.

Wie viele originale Handdruckspritzen es im Land Brandenburg derzeit noch gibt, sei nicht genau bekannt, sagt Andreas Ruß. Ganz wenige befänden sich in Privatbesitz. Die meisten würden von örtlichen Feuerwehrvereinen im Rahmen der Traditionspflege gehegt und gepflegt. "Wer noch eine Handdruckspritze hat, ist herzlich nach Falkenberg eingeladen."

Anmeldungen unter: falkenberg1495@aol.com

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