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Ort wurde vor 805 Jahren erstmals erwähnt

Görsdorf feiert Gründungsjubiläum

Grund zum Feiern: Angelika Rauer, Hans-Werner Bischof und Wilfried Lengert (von links)
Grund zum Feiern: Angelika Rauer, Hans-Werner Bischof und Wilfried Lengert (von links) © Foto: Elke Lang
Elke Lang / 07.05.2014, 07:19 Uhr
Görsdorf (MOZ) Görsdorf ist mit seinen etwa 375 Einwohnern zwar Ortsteil von Storkow, ist aber fast ein dreiviertel Jahr älter als die Kernstadt. Am Sonnabend beging Görsdorf nur einen Wochentag nach seiner ältesten bekannt gewordenen urkundlichen Erwähnung am 2. Mai 1209 sein 805. Gründungsjubiläum. Storkows Ersterwähnung ist auf den 26. Dezember 1209 datiert.

Bei der 2003 in einer wissenschaftlichen Arbeit zur Geschichte Sachsen-Anhalts erwähnten Urkunde, auf die der Kurt Zahn aus Bugk aufmerksam geworden ist, handelt es sich um eine rund 50 Jahre später angefertigte Kopie. Sie bestätigt die Schenkung von einhundert Hufen Land und einen See durch den Markgrafen Konrad von Landsberg an das Zisterzienserkloster Pforta bei Naumburg auf dem Hoftag Ottos IV. (1182-1218) in Altenburg. In ihr sind der "Holcense", der "Doberam" und das "fluvium Kelnizle" aufgeführt. Der Ortsname selbst wird mit "Jerosdorp" angegeben, was den Lokator benennt, welcher nach Jero beziehungsweise Gero (der Speer) Gerold oder ähnlich geheißen haben kann. Bisher wurde als Ersterwähnung von Görsdorf 1321 angenommen.

Ausgerichtet hat die Jubiläumsfeier mit mehr als 60 Görsdorfern die von Marianne Vahl geleitete Frauengruppe mit Kaffee und Kuchen. Danach gab es einen Bildvortrag von Willi Gnädig (Historischer Beirat Storkow) über die einstige Baumschule Fritz Rengert in Klein Schauen. Und Monika Schatta aus Görsdorf las Episoden aus ihrem Buch, einem Zeitzeugenbericht. Ortsvorsteher Wilfried Lengert und Hans-Werner Bischof würdigten Angelika Rauer, die Leiterin des 2001 gegründeten Dorfclubs. "Ich allein wäre nichts, ich könnte mir die Hacken abrennen, wenn ihr nicht mitmachen würdet", wiegelte die Lehrerin ab. "Ich möchte mich beim ganzen Dorf bedanken." Wilfried Lengert sagte, es sei vorstellbar, das Gründungsjubiläum alle fünf Jahre zu feiern.

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