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Letztes Treffen aller 23 Ortsvorsteher in dieser Legislaturperiode / Fast alle treten erneut zur Wahl an

Abschiedsrunde für Dorffamilie

Die guten Seelen der Ortsteile: Bürgermeister Wolfgang Krakow mit seinen vielen "Stellvertretern" in den Ortsteilen vor dem Dorfgemeinschaftshaus in Gellmersdorf.
Die guten Seelen der Ortsteile: Bürgermeister Wolfgang Krakow mit seinen vielen "Stellvertretern" in den Ortsteilen vor dem Dorfgemeinschaftshaus in Gellmersdorf. © Foto: MOZ
Daniela Windolff / 16.05.2014, 02:45 Uhr
Gellmersdorf (MOZ) Zum letzten Mal in dieser Legislaturperiode trafen sich alle Ortsvorsteher der 23 Angermünder Ortsteile mit der Verwaltungsspitze zu einer gemeinsamen Beratung. Es war eine Abschiedsfeier ohne Abschied. Denn die meisten Dorfbürgermeister wollen weiter machen.

Tischkärtchen, duftender Kaffee, lockere Gespräche, vertrautes Duzen - die große Runde im gemütlichen Dorfgemeinschaftshaus Gellmersdorf glich einem Familientreffen und war es schließlich im weiteren Sinne auch. Zehn Tage vor der Kommunalwahl traf sich die Familie der Angermünder Ortsteile zum letzten Mal in dieser Legislaturperiode, die zugleich die längste war.

Fünfeinhalb gemeinsame Jahre liegen hinter den ehrenamtlichen Dorfbürgermeistern, die eigentlich Ortsvorsteher heißen, und ihren Beiräten. Wie oft sie sich in diesen 66 Monaten getroffen, gestritten, um Konsens gerungen und sich für das Bürgerwohl in ihren Dörfern immer wieder geeinigt hatten, wie oft sie mit der Verwaltung zusammen oder im Ortsbeirat mitunter allein saßen, wie viele Stunden sie in Fachausschüssen und Stadtverordnetensitzungen als Abgeordnete oder Zuschauer saßen, das hat kaum jemand gezählt. Auch nicht, wie oft sie sich im Dorf um gelbe Säcke oder kaputte Spielgeräte, um Straßenreinigung, Winterdienst, Jubiläen von Senioren oder Vorbereitung von Dorffesten kümmerten.

Die 23 Ortsvorsteher zwischen Altkünkendorf und Zuchenberg sind die guten Seelen der Ortsteile, würdigte denn auch Angermündes Bürgermeister Wolfgang Krakow das Engagement der Ehrenamtlichen. Viele von ihnen sind darüber hinaus auch in der Feuerwehr oder im Dorfverein aktiv.

Krakow hatte zu ihrer Überraschung die letzte der turnusmäßigen Beratungen mit den Ortsvorstehern zu einer kleinen Feierstunde gestaltet, um ihnen in aller Form Danke zu sagen.

Im Dorfgemeinschaftshaus Gellmersdorf, das im ehemaligen Gutshaus sein Domizil hat, kamen sie aus allen Dörfern rund um Angermünde zusammen, um fünfeinhalb Jahre Amtszeit Revue passieren zu lassen. Die meisten sind allerdings schon viel länger im Amt und kennen sich teilweise aus gemeinsamen Zeiten des Amtes Angermünde Land. Jetzt bilden die Dörfer als Ortsteile ein starkes Pendant zur Stadt und verstehen sich als Stimme der Landbevölkerung, immer bemüht um ein Zusammenwachsen und um eine ausgewogene Balance zwischen Stadt und Land. Seit der Gemeindefusion vor zehn Jahren ist Angermünde die Stadt mit den meisten Ortsteilen.

Ganz besonderen Dank richtete Bürgermeister Krakow an die drei Ortsvorsteher, die ausscheiden werden. Marion Offergeld aus Steinhöfel, Wernfried Honig aus Neukünkendorf und Günter Kujath aus Zuchenberg werden nicht wieder antreten. Während es für Zuchenberg und Neukünkendorf Nachfolgekandidaten gibt, fehlte bisher das Interesse in Steinhöfel. Doch Wolfgang Krakow ist zuversichtlich, dass es auch in Steinhöfel Nachwahlen geben wird. Reinhard Koslowski aus Kerkow hat aus gesundheitlichen Gründen schon vorzeitig sein Amt an Nachfolger Bernd Winkler abgegeben.

Alle anderen Ortsvorsteher stellen sich erneut zur Wahl. Wolfgang Krakow nutzte die Zusammenkunft auch, um mit einer Bilddokumentation an die wichtigsten Ereignisse der vergangenen Legislaturperiode zu erinnern, an denen auch die Ortsteile einen entscheidenden Anteil tragen. Zu den Höhepunkten gehörte die staatliche Anerkennung Angermündes mit den Ortsteilen Wolletz und Altkünkendorf als Erholungsort, die Ernennung des Buchenwaldes Grumsin zum Unesco-Weltnaturerbe und die Eröffnung des Infopunktes samt Rastplatz und Wanderwegen in Altkünkendorf, die Fertigstellung des Mündeseerundweges zwischen Kerkow und Dobberzin und des Heidenrundweges in Biesenbrow sowie die Übergabe der Alten Schule Mürow zum Dorfgemeinschaftshaus.

Und schließlich tragen auch die Ortsteile die großen Investitionen in der Kernstadt mit. Schwerpunkte waren in der letzten Legislaturperiode die Sanierung des Scharfrichterhauses und des Hauses "Kalit" sowie die neue Seeterrasse am Mündesee.

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