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Stadtausscheid Storkow in Groß Eichholz / Ortswehr feierte Sonnabend ihren 80. Geburtstag

"Die Feuerwehr ist das Dorf"

Löschangriff nass: Manuel (l.) und Philipp Miethe von der Freiwilligen Feuerwehr Groß Eichholz, hinten Steve Thiede
Löschangriff nass: Manuel (l.) und Philipp Miethe von der Freiwilligen Feuerwehr Groß Eichholz, hinten Steve Thiede © Foto: Elke Lang
Elke Lang / 16.06.2014, 07:24 Uhr
Groß Eichholz (MOZ) Ihren 80. Geburtstag feierte die Groß Eichholzer Freiwillige Feuerwehr am Sonnabend mit dem jährlichen Stadtausscheid Storkow, an dem 23 Mannschaften teilnahmen. Stadtwehrführer Frank Ebert bedankte sich für die "super Vorbereitung und Durchführung durch die Gastgeber".

Dass alles sehr gut klappen würde, war schon fast selbstverständlich, denn "das Dorf ist die Feuerwehr, und die Feuerwehr ist das Dorf", brachte es Matthias Reinhold, seit 2007 der Groß Eichholzer Ortswehrführer, auf den Punkt. "Bei etwa 160 Einwohnern ist fast aus jedem Haushalt einer dabei."

Zu den Nachfahren der zwanzig Gründungsmitglieder gehören der Hauptbrandmeister und mit 85 Jahren der älteste Ehrenkamerad Reinhard Krüger, der 1948 eingetreten war und der Sohn von Paul Krüger ist.

Auf Karl Fabian gehen Sohn Rudi und Enkel Kai zurück und auf Richard Woick der 64-jährige Brandmeister Reinhard Woick, Enkel Mathias und der fünfjährige Urenkel Luca, der bald zu den Löschkids gehört. Uwe Hadeball wiederum ist der Schwiegerenkel von Gründungsmitglied Richard Schulz.

Gegründet worden war die Freiwillige Feuerwehr Groß Eichholz mit Wehrleiter Otto Richter am 22. April 1934 in dem Ende der 1990er Jahre geschlossenen Gasthaus Streeck als 5. Löschzug des Amtsbezirks Münchehofe. Die Ausstattung bestand aus einer Handdruckspritze, die Mitte der 1950er Jahre durch einen Tragspritzenanhänger abgelöst wurde, welcher durch einen Traktor der LPG gezogen wurde und bis zur Wende seinen Dienst tat. Das alte, 15 Quadratmeter große Spritzenhaus wurde in den 1970er Jahren abgerissen und durch ein größeres ersetzt.

1998 reichte das auch nicht mehr. Der Stellvertretende Stadtwehrführer Detlef Reinhold aus Groß Eichholz erinnert sich: "Wir hatten 20000 D-Mark in der Kasse, und die Leute haben uns ausgelacht und gesagt, davon könne man kein Gerätehaus bauen. Aber wie früher in der DDR haben wir das mit viel Eigenleistung geschafft. Das ganze Dorf hat unter der ehrenamtlichen Bauleitung der Firma Woick dabei mitgeholfen."

Der Haken war, dass sie um zwei Drittel größer, als genehmigt, bauten und beim Ringanker das Geld alle war. Der damalige Bauamtsleiter Manfred Filor habe jedoch gesagt: Was wir angefangen haben, das müssen wir auch fertig machen. So konnte es zur 65-Jahr-Feier 1999 eingeweiht werden.

Für die 2003 vom Landkreis erhaltene und selbst über Spenden finanzierte Technik, ein LF 16/12, TLF 16/25 und MTW, war ein Anbau nötig, so dass das Gerätehaus nun rund 360 Quadratmeter misst.

Die 25 aktiven Kameraden absolvieren rund 20 Einsätze im Jahr, vor allem bei Wohnungs- und Waldbränden. Von Joachim Schmelz werden 20 Jugendliche für künftigen St.-Florians-Dienst ausgebildet

Löschangriff nass


■ Männermannschaften (11):1.Philadelphia 29,40 sek.2.Groß Eichholz 30,81sek.3.Bugk 32,50 sek
■ Löschkids ( 4)1.Groß Eichholz/ Kehrigk/ Schwerin/ Selchow 40,64 sek.2.Alt- Stahnsdorf/ Philadelphia 52,23 sek.3. Görsdorf 56,75 sek.
■ Mädchenmannschaften (1)1. Mädchen Limsdorf/ Storkow 56,04 sek.
■ Jugendmannschaften (7)1.Groß Eichholz/ Kehrigk/ Schwerin/ Selchow 47,07 sek.2. Alt- Stahnsdorf/ Philadelphia 48,09 sek.3. Limsdorf 50,89 sek

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